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nâr

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Siesse sich dann von ihm

sagen:

getrennt war und nur durch einen schmalen Janal, das sogenannie bâb når marrati mit ihm in Verbindung stand. Dieser nær marratum hatte brackiges Wasser. In alter Zeit mündeten in ihm und zwar in getrennter Mindung Euphrat, Sigris, Uknu (Stercha) und Mai (Starûn). Mit den düsswasser massen dieser vier Ströme mischte sich das Meerwasser des persischen Sleerbusens, welches durch das bâb nâr marrati in den Bitterfluss hineindrang. Wie gesagt, nehmen wir einmal an, der Paradiesstrom habe sich eben falls in diesen marrati ergossen. der eine Paradiesesfluss wurde zu vier Häuptern" ? Sas hängt davon ab, wie das Wort, Haupt eines Flusses" aufgefasst wurde und zwar nicht von uns, sondern von den alten Babylonern. Wenn das Haupt eines Flusses sein, Anfang, seine Quelle wäre, könnten Die vier Kröme, die sich in den når marratum ergossen, in keiner Weise „Häupter" des einen sich in 4 Arme teilenden Paradiesesflusses genannt werden. Anders aber wäre es, wenn das Haupt eines Flusses" (rêš narim) seine Mindung" gewesen wäre. In diesem Falle scheint es, liesse sich Sen. 2, 10 auf den in obiger Annahme in den Bitterfluss mindenden Paradiesesstrom anvenden; denn er würde in der Bat zu den vier, Mündungen des Starûn, des Hercha, des Tigris und des Euphral D. h. Der vier Flüsse, die im übrigen zu der in Sen. 2, 11-14 gegebenen Beschreibung passten. Sas wäre nun zwar nach unseren Begriffen eine sehr eigentümliche Beschreibung, wenngleich das Befrendliche durch eine weitere Annahme gemildert werden könnte. Wir wissen, dass Euphrat und Eigris in alter Leit getrennt. aber nahe bei einander bei der Stadt Eridu in den Bitterfluss mündeten. Nun nehmen wir einmal an, Hercha und Harun hätten ihre beiden

ון

vollkommen

getrennten Mindungen auch in der Nähe der beiden andern gehabt rine Annahme, die unschner gemacht werden dürfte – und der Paradiesesstrom wäre auf der andern deite des verhältnismässig schmalen Bitterstromes gerade den + Mündungen des Harun, Stercha, Tigris und Euphrat gegenüber gemündet, im solch auffallendes Lusammentreffen würde die biblische Beschreibung: Der Paradiesfluss teilte sich und würde 'sungen auch für uns annehmbar machen. Aber wie gesagt, nicht darauf an, was wir, sondern was die Alten unter dem Kopf eines Flusses" verstanden.

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4 Mimzu es kommt

Hopfe

Jer Ausdruck, rês nâri' kommt meines Wissens bis jetzt nicht so oft in der Seilschriftliteratur vor. Eine Helle ist III R 38 n. 2 Rs. 7, Nebukadnezar erzählt, dass er ina rêš Uk-ni-e dh. am des Ukmû - Flusses' eine Niederlage durch die Elamiter erlitten habe. Leider wissen wir aber nicht, wo dieser, rêš Uknê zu suchen ist, vgl.

A

Winckler, Altorientalische Forschungen I. Reihe S. 536, 7. Hingegen ist es sicher, was bei einem Sanal der Kopf (rêšu) ist, nämlich der Beil des Kanals, bei dem er son sem Flusse abzweigt. Das geht z. B. mit Sicherheit hervor aus I R 28 II 20-22, wo der Assyrerköning Asurnaṣirpal erzählt, Dass er bei dem Kanale, welchen der Stoning von Assyrien Assur-San gegraben habe, Dessen rêš nâri' verfallen und in den 30 Jahre kein Wasser geflossen sei, dass er diesen, reš nâri" verlegt und an einem andern Ort gegraben und Wasser in ihm geleitet habe.

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Die Mün

Sieser Ausgangsteil eines Kanales von einem Flusse wind aber nicht nur „rêš nâri', sondern auch pû nâri” "Sung des Fanals" genannt. Dieses pû nâri ist die Übersetzung des sumerischen ka-id-da, im Gegensatz zu kun id-da Des Kanals" D. h. seim Staubecken; ogl. hierzu Orul. 15,50.

N

=

Schwanz

Danach ist,rêš nâri" nach babylonischer und zwar sumerischer wie akkaðircher Auffassung nicht der Anfang oder die„Quelle“ imes Itanals oder Plusses, sondern seine Mundung. De

Gen. 2,106 scheint also übersetzt werden zu können: und von da teilte sich (der eine Paradiesesfluss) und wurde zu sier Mindungen:

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Das ist gewiss eine recht befrendliche Lösung des Problems: Wo lag das Paradies?, die uns d. Burrows vorschlägt. Wer sie aber a limine abweisen will, der bedenke zuvor, dass die Schwierigkeiten, welche die Verlegung des Paradieses nach Armenien in das Quellgebiet des Euphrat und Sigris mit sich bringt, noch viel grösser, oder besser gesagt inlösbar sind. Dazu kommt noch, dass die babylonische Überlieferung das Paradies irgendwie in Beziehung setzt zu den, pî narâti` d. h. Mimdung der beiden Kröme Buphral und Eigris. Der Schauplatz der ältesten deschichte des Menschengeschlechtes, wie sie Gen. 11 erzählt, war aber Babylomen, von wo Abraham Die Überliefermmgen der Vorzeit mitbrachte.

zur

ŠUMERISCHES LEXIKON

HERAUSGEGEBEN VON

P. ANTON DEIMEL S. I.

Heft 1 Vollständiges Syllabar (S) mit den wichtigsten ZeichenformenSubscriptionspreis: L. 40; Ladenpreis L. 60

4, X, 182.

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12

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(Die Zeit für die Subscription erlischt mit dem 1. Iuni 1928)

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