Lehrbuch der Physiologie des Menschen: I. Muskel- und Nervenphysiologie

Couverture
s.n., 1859 - 438 pages
0 Avis
 

Avis des internautes - Rédiger un commentaire

Aucun commentaire n'a été trouvé aux emplacements habituels.

Autres éditions - Tout afficher

Expressions et termes fréquents

Fréquemment cités

Page 362 - Endlich führen wir noch die Meinung Schiffs3), eines der erfahrensten Vivisectoren an: „Dass die Reizung der Hirnlappen, der Streifenhügel und des „kleinen Gehirns keine Spur von Zuckung in allen freien Körper„muskeln hervorruft, kann ich nach der Angabe vieler Forscher „bestätigen. Auch die Eingeweide blieben bei der Reizung dieser „ Theile ruhig, wenn ich — wie dies bei solchen Versuchen unum„ gänglich nöthig ist — die Circulation erhalten hatte.
Page 198 - Girard. beim Frosche und beim Hunde auf experimentellem Wege festgestellt und in folgender Weise beschrieben1): „Das Centrum, welches das Strychnin bei allmählicher Einwirkung zuerst ergreift, ist die Medulla oblongata. Man kann sich hiervon überzeugen, wenn man das Rückenmark am Halse durchschneidet. Bei Fröschen sowohl als bei Säugethieren sah ich, wenn ich diese Operation nur früh genug ausführte, die unter dem Schnitt gelegenen Theile von Starrkrampf anfangs verschont bleiben. Bald aber...
Page 347 - Sehhiigel und Hirnschenkel einer Hirnhälfte finden sich diejenigen Fasern zusammen, welche die willkührliche Beugung des Halses nach einer Seite und gewisse Bewegungen der beiden Vorderfüsse (Adduction des einen, Abduction des ändern) vermitteln, welche bei einer Seitwärtswendung des Thieres gleichzeitig in harmonische Thätigkeit gerathen, und ihre Lähmung zwingt die Thiere, allen ihren Ortsbewegungen eine Richtung nach der anderen Seite hin zu geben und durch Summirung der den Vorderkörper...
Page 287 - Schiff, dass man da, wo die Hinterstränge keine schmerzempfindenden stark reflectirenden Fasern besitzen, das Rückenmark mit einem scharfen Messer ohne Zuckungen des Hinterkörpers quer ganz durchschneiden kann. Die einzigen motorischen Theile des Marks (dh die einzigen für gewöhnliche Reize reizbaren) sind die queren und schrägen Wurzelfasern in den Vordersträngen , die von den Zellen der Vorderhörner entspringen. Die...
Page 238 - ... zusammen, dass man hier überall, wo man die Hinterstränge reizt, Schmerz erregt, „aber am untern Theile des Halsmarks treten die Wurzeln weit von einander und fast rechtwinklig ein. Hier gelingt es nun oft am lebenden, wachen Kaninchen (nach Vorbereitung unter Aethernarkose) die Hinterstränge zwischen zwei Nervenwurzeln quer zu durchschneiden, ohne irgend Zeichen von Schmerz zu erregen.
Page 349 - S. sind, wie es scheint, mit einer Erfahrung von SCHIFF in Verbindung zu bringen. Nach SCHIFF (aa OS 349) »liegt vor dem Sehhügel, zwischen ihm und dem gestreiften Körper, eine Stelle, deren Reizung bei Kaninchen eine kurz angehaltene starke Exspirationsbewegung mit eigenthümlicher Erzitterung im Larynx bewirkt . . . Schon MAGENDIE hatte bei Kaninchen nach gewissen Verletzungen, die, wie er glaubt, den Sehhügel trafen, diesen Ton gehört...
Page 197 - Kusse des laufenden Thiers mit dem Boden oder die Erschütterung bei der Bewegung als ein Reiz wirkt, welcher zuerst ein steiferes Ausstrecken der Hinterbeine hervorbringt, durch welche der Gang ein unbeholfenes Aussehen bekommt, und etwa, von hinten gesehen, dem eines...
Page 197 - Krumpfe von selbst ein , und ihre Intensität ist um so schwächer, ihre Dauer um so kürzer, ihre Ausdehnung um so beschränkter, je näher das Thier dem Tode ist. Vermuthlich sind diese anscheinend spontanen Krämpfe nur die Folge einer periodisch wiederkehrenden höheren Erregbarkeit, welche schon die Berührung des Thieres mit dem Boden zu einem auf alle Muskeln ausstrahlenden Reiz macht.
Page 26 - ... die dem nunmehr erhobenen idiomuskulären Wulst näher gelegenen Theile. Ist die Contraction am Ende des Muskels angelangt, so geht sie wieder von hier aus rückwärts zu ihrem Ausgangspunkte hin. Während dessen ist aber auch von der Reizungsstelle eine neue Welle nach beiden Seiten ausgegangen und der rückläufigen begegnet, und sich mit ihr kreuzt, und so wiederholt sich dasselbe Spiel mehrere Male, indem die Wellen nach der Kreuzung ungestört weiterlaufen, bis sie endlich schwächer werden...

Informations bibliographiques