Das Duett

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Ferdinand Dümmler, 1831 - 301 pages
 

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Page 49 - DER FRAUEN Ehret die Frauen! sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben, Flechten der Liebe beglückendes Band, Und in der Grazie züchtigem Schleier Nähren sie wachsam das ewige Feuer Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
Page 202 - ... alles nur denkende Betrachtung sein soll, so muß auch Alles, was sich als That entwickeln kann, schon entwickelt, abgeschlossen und fertig vor uns liegen; es muß Alles schon gewissermaßen Vergangenheit geworden sein, und auf eine Zukunft des Lebens ist keine Hoffnung mehr, weil sich das Bewußtsein, das nun Alles in Allem sein soll, ja nur auf eine schon vollendete Schöpfung beziehen kann, denn es ist nur auffassend, ordnend und schauend, aber nicht producirend".
Page 201 - Eine solche Philosophie könnte nur bezwecken, alles Leben in eine abstracte Logik umzuwandeln, ja die Weltgeschichte für ein abgeschlossenes System anzusehen, denn wenn Alles nur Bewußtsein, alles nur denkende Betrachtung sein soll, so muß auch Alles, was sich als That entwickeln kann, schon entwickelt, abgeschlossen und fertig vor uns liegen; es muß Alles schon gewissermaßen Vergangenheit geworden sein, und auf eine Zukunft des Lebens ist keine Hoffnung mehr, weil sich das Bewußtsein, das...
Page 212 - Wenn man an das so innerlich bewegte, subjektive Leben Kleists denkt, wie es uns Tieck in den Nachrichten vor des Dichters gesammelten Schriften erzählt hat, so ist es zum Erschrecken, welche Kälte, welche starre Plastik sich in seinen Dichtungen selbst zeigt, wie alle Linderung des eigenen Innern durch...
Page 202 - Es ist das vernichtendste Urteil, das wohl zu Lebzeiten Hegels über ihn gefällt worden ist, wenn es im Duett (S. 202) folgendermaßen heißt : „Eine solche Philosophie des Todes, wenn sie in einer Zeit entstehen kann, kann das Geschlecht nur momentan ergreifen, und nur die Verirrung eines einzelnen, abgelegenen Systems sein, das sich zwar gern als etwas Universales unterschieben möchte, das aber nie allgemeine Epoche machen kann und wird, denn das Leben besteht ja außerhalb der Schule doch...
Page 202 - ... Verirrung eines einzelnen, abgelegenen Systems sein, das sich zwar gern als etwas Universales unterschieben möchte, das aber nie allgemeine Epoche machen kann und wird, denn das Leben besteht ja außerhalb der Schule doch noch fort, es ist also auch productiv, es läßt sich in seinem geheimnisvollen Werden, in dem es auch für die Zukunft neuen Lebensstoff gebiert, nicht aufhalten, wenn auch einzelne Individuen, in der Einsamkeit ihres Mikrokosmos sich abschließend, mit dem Blick auf die Vergangenheit...
Page 211 - ... Kunst etwas Tieferstehendes als die Philosophie sei. Gegen solche Lehre bäumt sich der werdende Künstler auf, dessen Existenzberechtigung geradezu dadurch in Frage gestellt werden könnte. Und die Kunst und ihr Recht und ihren Eigenwert will Mundt verteidigen. Mit Entrüstung ruft er aus (S. 211): „Wozu soll die Behauptung frommen, wenn man sagt, der Gedanke ist höher als das Kunstwerk, die Philosophie höher als die Kunst zu stellen! In der Kunst ist auch Geist und Gedanke, oder will man...
Page 214 - ... neuen Ausgabe seiner Schriften gesammelt finden, ist das subjektive Gefühl des Dichters nicht aus seiner dunklen Verschlossenheit herausgetreten; seine Gedichte sind einsilbige Laute verhaltener Empfindungen, und das, was uns in jeder Lyrik eines bedeutenden Dichters klar wird, daß in der Mitteilung des Menschen Glück beruhe, hat er, wie es scheint, zu seinem Unglück, niemals verstanden.
Page 207 - Kmft so bedeutend ist als das der bekannten, gebiert sich das vollendete Dasein in einer unbewußten Erzeugung zu einer nicht geahnten Gestalt hervor. So nehmen revolutionäre Epochen der Weltgeschichte einen andern Ausgang, sie erreichen ein anderes und hoheres Ziel, als die Kraft der Kämpfenden sich oft selbst erstrebt zu haben bewußt war.
Page 203 - Lebensstoff schwellt und drängt, sich zu vollenden und zu gestalten. Erst was sich vollendet hat, kann aus dem an sich und durch sich waltenden Zustand des Werdens zu dem Fürsichsein des Bewußtseins kommen, das heißt, es kann sich in seiner Bildung jetzt ab» schließen, es kann über sein fertiges Dasein restec» tiren, sich dessen bewußt werden.

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