Reise in das Berner Oberland, Volume 2

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J.J. Burgdorfer, 1817 - 914 pages
 

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Page 527 - Enziane Weit übern niedern Chor der Pöbelkräuter hin, Ein ganzes Blumenvolk dient unter seiner Fahne, Sein blauer Bruder selbst bückt sich und ehret ihn. Der Blumen helles Gold, in Strahlen umgebogen, Thürmt sich am Stengel auf, und krönt sein grau Gewand, Der Blätter glattes Weiß, mit tiefem Grün durchzogen, Strahlt von dem bunten Blitz von feuchtem Diamant. Gerechtestes Gesetz! daß Kraft sich Zier vermähle, In einem schönen Leib wohnt eine schönre Seele.
Page 736 - Und es wallet und siedet und brauset und zischt, Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt, Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt, Und Flut auf Flut sich ohn' Ende drängt, Und will sich nimmer erschöpfen und leeren, Als wollte das Meer noch ein Meer gebären.
Page 688 - Am Abgrund leitet der schwindlichte Steg, Er führt zwischen Leben und Sterben ; Es sperren die Riesen den einsamen Weg Und drohen dir ewig Verderben, Und willst du die schlafende Löwin* nicht wecken, So wandle still durch die Straße der Schrecken.
Page 405 - ... die steile Höhe, Hinter sich des Feindes Nähe. Mit des Jammers stummen Blicken Fleht sie zu dem harten Mann, Fleht umsonst, denn loszudrücken Legt er schon den Bogen an. Plötzlich aus der Felsenspalte Tritt der Geist, der Bergesalte. Und mit seinen Götterhänden Schützt er das gequälte Tier. »Mußt du Tod und Jammer senden«, Ruft er, »bis herauf zu mir; Raum für alle hat die Erde, Was verfolgst du meine Herde?
Page 829 - Das auf den Blättern schwebt und die Natur erfrischt; Die Luft erfüllet sich mit reinen Ambra-Dämpfen, Die Florens bunt Geschlecht gelinden Westen zollt; Der Blumen scheckicht Heer scheint um den Rang zu kämpfen, Ein lichtes Himmel-Blau beschämt ein nahes Gold; Ein ganz Gebürge scheint, gefirnißt von dem Regen, Ein grünender Tapet, gestickt mit Regenbögen.
Page 482 - Hier zeigt ein steiler Berg die mauergleichen Spitzen, Ein Waldstrom eilt hindurch, und stürzet Fall auf Fall. Der dick beschäumte Fluß dringt durch der Felsen Ritzen, Und schießt mit gäher Kraft weit über ihren Wall: Das dünne Wasser teilt des tiefen Falles Eile, In der verdickten Luft schwebt ein bewegtes Grau, Ein Regenbogen strahlt durch die zerstäubten...
Page 522 - Natur rühren um so kräftiger an unser Herz, je seltener sie genossen werden. Alles ist da nur Gefühl einer angenehmen lieblichen Gegenwart, nichts erinnert uns an die große Vergangenheit.
Page 575 - Dach, Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach Und Marmorbilder stehn und sehn mich an: Was hat man dir, du armes Kind, getan ? Kennst du es wohl ? Dahin! Dahin Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn. Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg.' Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg, In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut, Es stürzt der Fels und über ihn die Flut; Kennst du ihn wohl?
Page 578 - Und unter den Füßen ein neblichtes Meer, Erkennt er die Städte der Menschen nicht mehr; Durch den Riß nur der Wolken Erblickt er die Welt, Tief unter den Wassern Das grünende Feld.
Page 728 - Dicht von Felsen eingeschlossen, Wo die stillen Bächlein gehn, Wo die dunkeln Weiden sprossen, Wünsch ich bald mein Grab zu sehn.

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