Wilhelm Tell

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J.G. Cotta, 1804 - 241 pages
 

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Page 90 - Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht. Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, Wenn unerträglich wird die Last - greift er Hinauf getrosten Mutes in den Himmel Und holt herunter seine ewgen Rechte, Die droben hangen unveräußerlich Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst...
Page 46 - Firnen kann er nicht mehr schauen Sterben ist nichts - doch leben und nicht sehen, Das ist ein Unglück - Warum seht ihr mich So jammernd an? Ich hab...
Page 203 - Auf dieser Bank von Stein will ich mich setzen, Dem Wanderer zur kurzen Ruh bereitet Denn hier ist keine Heimat -Jeder treibt Sich an dem andern rasch und fremd vorüber, Und fraget nicht nach seinem Schmerz - Hier geht Der sorgenvolle Kaufmann und der leicht Geschürzte Pilger - der andächtge Mönch, Der düstre Räuber und der heitre Spielmann, Der Säumer mit dem schwer beladnen Roß, Der ferne herkommt von der Menschen Ländern, Denn jede Straße führt ans End der Welt.
Page 74 - Seelen Ob dem gewaltsam neuen Regiment; Denn so wie ihre Alpen fort und fort Dieselben Kräuter nähren, ihre Brunnen Gleichförmig fließen, Wolken selbst und Winde Den gleichen Strich unwandelbar befolgen, So hat die alte Sitte hier vom Ahn Zum Enkel unverändert fortbestanden. Nicht tragen sie verwegne Neuerung Im altgewohnten gleichen Gang des Lebens.
Page 201 - Drachengift hast du Die Milch der frommen Denkart mir verwandelt; Zum Ungeheuren hast du mich gewöhnt. Wer sich des Kindes Haupt zum Ziele setzte, Der kann auch treffen in das Herz des Feinds.
Page 221 - Rasch tritt der Tod den Menschen an, Es ist ihm keine Frist gegeben, Es stürzt ihn mitten in der Bahn, Es reißt ihn fort vom vollen Leben...
Page 202 - Schuld, ich will sie zahlen. Du bist mein Herr und meines Kaisers Vogt, Doch nicht der Kaiser hätte sich erlaubt Was du- Er sandte dich in diese Lande, Um Recht zu sprechen - strenges, denn er zürnet Doch nicht um mit der mörderischen Lust Dich jedes Greuels straflos zu erfrechen, Es lebt ein Gott zu strafen und zu rächen.
Page 202 - Beschützen, Landvogt! - Da, als ich den Bogenstrang Anzog - als mir die Hand erzitterte Als du mit grausam teufelischer Lust Mich zwangst, aufs Haupt des Kindes anzulegen Als ich ohnmächtig flehend rang vor dir, Damals gelobt ich mir in meinem Innern Mit furchtbarm Eidschwur, den nur Gott gehört, Daß meines nächsten Schusses erstes Ziel Dein Herz sein sollte. - Was ich mir gelobt In jenes Augenblickes Höllenqualen, Ist eine heilge Schuld - ich will sie zahlen.
Page 119 - Mit dem Pfeil, dem Bogen, Durch Gebirg und Tal Kommt der Schütz gezogen Früh am Morgenstrahl. Wie im Reich der Lüfte König ist der Weih Durch Gebirg und Klüfte Herrscht der Schütze frei.
Page 68 - Was tu ich hier? Sie sind begraben alle, Mit denen ich gewaltet und gelebt. Unter der Erde schon liegt meine Zeit, Wohl dem, der mit der neuen nicht mehr braucht zu leben!

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