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Art. 6. Les puissances signataires du présent traité constatent que la dissolution de la Confédération germanique ayant également amené la dissolution des liens qui unissaient le duché de Limbourg collectivement avec le grand-duché de Luxembourg å ladite Confédération, il en résulte que les rapports dont il est fait mention aux articles III, IV et V du traité du 19 avril 1839, entre le grand-duché et certains territoires appartenant au duché de Limbourg, ont cesse d'exister, lesdits territoires continuant à faire partie intégrante du royaume des Pays-Bas,

Art. 7. Le présent traité sera ratifié et les ratifications en seront échangées à Londres dans l'espace de quatre semaines ou plus tôt si faire se peut.

En foi de quoi, les plénipotentiaires respectifs l'ont signé et y ont apposé le sceau de leurs armes. Fait à Londres, le 11 mai 1867.

Stanley. Apponyi. Latour d'Auvergne.

d'Azeglio. Benlinck. van de Weyer. Tornaco.

Servais. Bernstorff Brunn ow.

Dé e la r a ti oʻn. Il est bien entendu que l'article 3 ne porte point alleinte aux droits des autres puissances neutres de conserver et au besoin d'améliorer leurs places fortes et autres moyens de défense.

(Suivent les mêmes signatures.)

XXXIV.

Actenstücke, die neueften Veränderungen in der Moldau und Walachei

betreffend.

Nachdem bas russische Protectorat über die Donaufürstenthümer durch den 22. Artikel des pariser Friedens vom 30. März 1856 befeitigt war, arbeiteten die Rumänen eifrig an der Vereinigung der Moldau und Waladiei unter einem gemeinidhaftlichen Fürsten. bildete sich nach diesem Friedensídluß in den beiden Ländern ein eigener Verein für die Herbeiführung einer Vereinigung beider Fürsten: thümer unter einem Fürsten aus der Dynastie eines der nicht an Numänien angrenzenden Länder. Am 6. Juni 1856 hielt dieser Verein seine erste Sißung. Die Pforte widerfekte fid) zwar diesen Bestrebungen, und auch Desterreich war denselben nicht günstig, ba sie die Rumänen unter österreichischem Scepter gleidh falls in Aufregung brachten; allein der Kaiser Napoleon, der vielleicht den jungen Prinzen Murat für ben neuen rumänischen Thron in Aussicht hatte, unterstütte dieselben, und Ende October 1857 erklärten die moldauischen Volksabgeordneten, die nach Anordnung des pariser Friedenscongresses ihre Wünsche bezüglid, innerer Reformen aussprechen sollten, ihr erster Wunsch sei die Vereinigung der Moldau und Walachei unter einem erblichen Fürsten. Im Juli 1858 ersdien hierauf in Paris auf Veranstaltung Napoleons eine Broschüre unter dem Titel: Napoleon III. und die rumänische Frage", welche die Entwidlung des Nationalitätsprinzips für das oberste Kennzeichen eines civilisirten Staates, Desterreich aber für den größten Feind dieses Prinzips erklärte, und den Rumänen das Recht zuspracy, sich nach diesem Prinzipe zu einigen. Allein vorderhand äußerten die Ansichten des französischen Kaisers bei den Mächten noch keine durchgreifende Wirkung; auch Frankreich fügte sich vorläufig noch einmal der Mehrheit der pariser Conferenz. In der Convention, welche von Frankreich, Desterreich, England, Preußen, Rußland, Sardinien und ber Pforte am 19. August 1858 zu Paris bezüglich der neuen Regelung der Verhältnisse der Moldau und Waladiei unterzeichnet wurde, *) waren zwar die Nedite und Freiheiten der Fürstenthümer einigermassen erweitert, aber die Trennung derselben unter zwei Hos: pobare blieb aufrecht erhalten. Nichtebestoweniger kamen die Numänen überein, bei der nächsten Hospodarenwahl für die Moldau und für die Walachei bie nämlidye Person zu wählen und auf diese Weise einen Sdritt weiter zur Vereinigung der Fürstenthümer zu thun. Am 17. Januar 1859 erwählte die moldauische Nationalversammlung ben moldauisden Abgeordneten der Stadt Husdy am Pruth, Alerander Cusa, zum Gospodar, und dasselbe gedah am 7. Februar durch die Nationalversammlung der Walachei. Frankreich und Rußland (Cusa gehörte zur russischen Partei) erkannten diese Wahl jofort an, und der neue Hospobar hielt am 20. Februar 1859 in Dudarest seinen Einzug. Die Pforte protestirte, da nach der pariser Convention vom 19. August 1858 für jedes Fürstenthum ein besonderer Hospodar gewählt werden müsse, Cuja auch die übrigen im Artikel 13 der Con: vention vorgezeid;neten Bedingungen nicht erfülle, welche verlangten, daß der Hospodar mindestens 35 Jahre alt und zehn Jahre im Staatsdienst gewesen sei, auch 3000 Dukaten jährliche Rente liegenden Gründen beziehe. Im September 1859 gab die Pforte in so weit nac, baß fie Cuja als Hospodar ber Moldau bestätigte; die Rumänen aber fuhren in ihrem Einigungswerke unbekümmert fort, gaben sich am 9. November 1859 eine gemeinsame Constitution und erklärten im ersten Paragraph derselben die ewige Vereinigung der beiden Fürstenthümer zu einem Reiche und unter einem Regenten. Nach langen Verhandlungen genehmigten auch die pariser Conferenzmädyte dieje Neuerung, und der Sultan gab durch einen Ferman vom 6. Dezember 1861 seine Einwilligung dazu, aber nur für die Lebens: zeit des Fürsten Cusa.**)

Die Regierung des neuen Hospodars war von kurzer Dauer. Cusa führte eine sehr üble Finanzwirthschaft. Als er im Jahr 1859 die Regierung der vereinigten Fürstenthümer antrat, hatte die Wa: lade i einen Einnahme-Uebersdjuß, die Moldau eine kaum nennens: werthe Staatsjdyuld: am Anfang des Jahres 1866 war eine gemeinsame Staatsíduld von 1453 Millionen Piastern herangewachsen. Eine unblutige Revolution vertrieb ihn aus Rumänien. Am 23. Februar 1866 drang in Bukarest cine Anzahl Versdworener unter Anführung des

*) Wir geben am Schlusse dieses Artikels den französischen Tert dieser Convention vo in der llifunde 1.

**) Vgl. die am Sdlusje angefügte Urkunde 2.

Generals Golesco, des Obersten Haralambi und des Majors Leca morgens vier Uhr in seinen Palast und zwang ihn unter An: brohung des Todes seine Abtankung zu untersdreiben. Eine Pro: clamation verkündete den Rumänen das Ereigniß mit folgenden Worten: ,,Rumänen! Vor sieben Jahren habt ihr Europa gezeigt, was Patriotis: mus und Bürgertugend vermögen. Unglüdlicher Weise habt ihr euch in der Wahl des Fürsten, den ihr an eure Spitze gestellt, getäuscht. Anarchie und Korruption, Mißachtung der Gefeße, Herabwürdigung des Landes im Innern und Acußeren, Verschwendung der Habe der Nation waren die Prinzipien, weldhe dieje juldbelastete Regierung leiteten. Heute hat dieselbe aufgehört, zu sein!" - Am 25. Februar 1866 reiste Cuja unter Eskorte auf österreidyisdies Gebiet nadh Kronstadt ab und begab sich von da über Wien nady Paris. Die provisorische Regierung ernannte den Grafen Philipp von Flandern, Bruder des Königs der Belgier, zum Fürsten von Rumänien, dieser lehnte aber am 27. Febr. 1866 die zugedadyte Würde ab. Es waren noch unter König Leopold I., wenige Jahre vorher, von Seiten des belgischen Hofes im Geheimen Schritte geichehen, um einem belgischen Prinzen die Regierung in den Fürstenthümern zu verídjaffen, was damals zu Differenzen zwischen der Pforte und dem belgischen Kabinet geführt hatte; ohne Zweifel hatten die Numänen, auf die damalige Gesinnung des belgischen Hofes bauend, jeħt den Prinzen Philipp erwählt; allein Nükjidhten auf die österreichische Verwandtschaft und die bedenkliche Haltung Napoleons (dyeinen die belgische Königsfamilie bestimmt zu haben, unter den gegenwärtigen Verhältnissen auf die Erwerbung der Fürstenthümer zu verzichten. Die Pforte ihrerseits protestirte gegen jedes cigenmächtige Vorgehen der Rumänen, verlangte Einhaltung der Verträge, nach welchen die Moldau und Waladiei durch besondere Hospodare regiert werden müßten, und appellirte an eine Conferenz der Großmächte, da ihr die Verträge verboten, mit Gewalt einzusdyreiten, und sie an die Vermittlung der Mächte verwiesen. Die Conferenz versammelte sich am 10. März 1866 zu Paris, konnte aber bei dem drohenden Kriege in Deutschland sich zu keinem weiteren gemeinschaftlidhen Beschlusse einigen, als daß die Integrität der Türkei und die Suzeränetät der Pforte über die Donaujürstenthümer aufrecht erhalten werden sollten. Desterreich, England und Rußland waren für die Trennung der Fürstenthümer, Preußen, Frankreich und Italien stimmten für eine bleibende Vereinigung unter einem Prinzen aus einem europäischen Fürstenhause. Nadidem eine rumänijde Deputation Mitte März 1866 in Brüssel nodimals vom Grafen von Flandern einen ablehnenden Bedeid erhalten hatte, schlugen die ru: mänische Statthalterschaft und die Minister dem Volke am 25. März (13. März alten Styló) 1866 ben Prinzen Karl Ludwig von Hohenzollern, geboren 1839, zweiten Sohn des in Düsseldorf als Gouverneur der preußischen Rheinprovinz residirenden Fürsten Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, zum erblichen Fürsten von Rumänien vor. Derselbe wurde auch durch Plebijcit am 11. April (30. März alten Style) mit 685,969 gegen 224 Stimmen erwählt und am 20. April 1866 proklamirt. Der junge Fürst war bieber Lieutenant in der preußischen Garde gewesen und wurde von Napoleon protegirt, da seine Großmutter eine Prinzessin Murat war. Die parijer Conferenz, welche am 24. April ihre Sißungen wieder aufnahm, bez chloß nidytøbestoweniger am 2. Mai wiederholt, daß die Rumänen bei der Wahl eines neuen Fürsten die Bestimmungen der Verträge aufredyt erhalten müßten. 418 die gejeßgebende Verjaminlung der Donaufürstenthümer am 13. Mai 1866 die Wahl sanctionirte und der französische Minister Drouyn de Lhuys am 17. Mai diese Sanction der Conferenz bekannt gemacht hatte, protestirte der türkische Gejandte und verlangte, daß die Conferenz selbst einen Hospodar in Vorschlag bringe und einjeße. Die Conferenz nahm diesen Antrag an; der Prinz von Hohenzollern begab sich aber gleidywohl im Stillen nach Bukarest und wurde dajelbst am 22. Mai mit Kanonendonner und Glocken: geläute empfangen. An dem nämliden Tage erklärte er die Annahme der Wahl vor ben versammelten rumänijden Ständen mit folgenden Worten: „Aus freiem Antriebe von der Nation zum Fürsten von Ru: mänien erwählt, habe ich ohne Zögern mein Land und meine Familie verlassen, um dem Rufe des Volkes zu folgen, welches mir seine Geschicke anvertraut. So wie id; den Fuß auf diesen geheiligten Boden gejeßt, bin ich Rumäne geworden, die Annahme des Plebiscits legt mir, ich weiß es, große Pflichten auf; ich hoffe, daß es mir vergönnt sein wird, sie zu erfüllen. Ich bringe Ihnen ein lovales Herz, ehrliche Absidten, einen festen Willen, Gutes zu stiften, eine unbegrenzte Hin: gebung an mein neues Vaterland und jene unerschütterlidye Adytung vor den Gesetzen entgegen, welde ich aus dem Beispiel der Meinigen gejdyöpft. Heute Bürger, morgen Soldat, wenn es sein muß, werde ich mit Ihnen die guten und die böjen Geschicke theilen. Von nun an ist alles gemeinsaın zwischen uns. Zählen Sie auf mich, wie ich auf Sie zähle. Gott allein kann wissen, was die Zukunft unserem Vaterlande aufbehalten. Begnügen wir uns damit, unsere Pflicht zu thun! Stärken wir uns durch Eintracht! Vereinigen wir unsere Be: mühungen, um auf der Höhe der Ereignisse zu stehen! Die Vorsehung, welche Ihren Erwählten bisher beschüßte und die Hindernisse auf dem Weg hieher beseitigte, wird ihr Werk nicht unvollendet lassen. Es lebe Rumänien!“

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