Wilhelm Tell: Schauspiel

Couverture
H. Holt, 1900 - 404 pages
 

Avis des internautes - Rédiger un commentaire

Aucun commentaire n'a été trouvé aux emplacements habituels.

Autres éditions - Tout afficher

Expressions et termes fréquents

Fréquemment cités

Page 72 - Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht. Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, Wenn unerträglich wird die Last - greift er Hinauf getrosten Mutes in den Himmel Und holt herunter seine ewgen Rechte, Die droben hangen unveräußerlich Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst...
Page 78 - Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod ! als in der Knechtschaft leben. (Wie oben). - Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
Page 136 - Vollend ich's - Die Gelegenheit ist günstig. Dort der Holunderstrauch verbirgt mich ihm. Von dort herab kann ihn mein Pfeil erlangen, Des Weges Enge wehret den Verfolgern. Mach deine Rechnung mit dem Himmel Vogt, Fort mußt du, deine Uhr ist abgelaufen. Ich lebte still und harmlos - Das Geschoß War auf des Waldes Tiere nur gerichtet, Meine Gedanken waren rein von Mord...
Page 13 - Es lächelt der See, er ladet zum Bade, Der Knabe schlief ein am grünen Gestade, Da hört er ein Klingen, Wie Flöten so süß, Wie Stimmen der Engel Im Paradies. Und wie er erwachet in seliger Lust, Da spülen die Wasser ihm um die Brust, Und es ruft aus den Tiefen: Lieb Knabe, bist mein! Ich locke den Schläfer, Ich zieh ihn herein.
Page 43 - O, eine edle Himmelsgabe ist Das Licht des Auges — Alle Wesen leben Vom Lichte, jedes glückliche Geschöpf — Die Pflanze selbst kehrt freudig sich zum Lichte. Und er muß sitzen, fühlend, in der Nacht, Im ewig Finstern — ihn erquickt nicht mehr Der Matten warmes Grün, der Blumen Schmelz, Die roten Firnen kann er nicht mehr schauen — Sterben ist nichts — doch leben und nicht sehen, Das ist ein Unglück — Warum seht ihr mich So jammernd an? Ich hab...
Page 71 - Denn herrenlos ist auch der Freiste nicht. Ein Oberhaupt muß sein, ein höchster Richter, Wo man das Recht mag schöpfen in dem Streit. Drum haben unsre Väter für den Boden, Den sie der alten Wildnis abgewonnen, Die Ehr...
Page 74 - Abtreiben wollen wir verhaßten Zwang, Die alten Rechte, wie wir sie ererbt Von unsern Vätern, wollen wir bewahren, Nicht ungezügelt nach dem Neuen greifen. Dem Kaiser bleibe, was des Kaisers ist, Wer einen Herrn hat, dien ihm pflichtgemäß.
Page 137 - Du hast aus meinem Frieden mich heraus Geschreckt, in gärend Drachengift hast du Die Milch der frommen Denkart mir verwandelt, Zum Ungeheuren hast du mich gewöhnt Wer sich des Kindes Haupt zum Ziele setzte, Der kann auch treffen in das Herz des Feinds.
Page 14 - Ihr Matten lebt wohl! Ihr sonnigen Weiden ! Der Senne muß scheiden, Der Sommer ist hin. Wir fahren zu Berg, wir kommen wieder, Wenn der Kuckuck ruft, wenn erwachen die Lieder, Wenn mit Blumen die Erde sich kleidet neu, Wenn die Brünnlein fließen im lieblichen Mai.
Page 137 - Schuld, ich will sie zahlen. Du bist mein Herr und meines Kaisers Vogt, Doch nicht der Kaiser hätte sich erlaubt Was du - Er sandte dich in diese Lande, Um Recht zu sprechen - strenges, denn er zürnet Doch nicht um mit der mörderischen Lust Dich jedes Greuels straflos zu erfrechen, Es lebt ein Gott zu strafen und zu rächen. Komm...

Informations bibliographiques