Imaginierte Geographien: der schwedische Reisebericht der 1980er und 1990er Jahre und das Ende des Kalten Krieges

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Ergon-Verlag, 2007 - 274 pages
Wer reist, will nicht selten die Welt entdecken. Wie aber verandert sich die Welt, wenn sich die Welt verandert? Anders gewendet: Was passiert mit jenen Bildern und Vorstellungen von Welt, die wir im Reisen und in Reiseberichten entdecken, wenn sich die politische, die soziale Welt und ihre Koordinaten wandeln? Die vorliegende Arbeit geht diesen Fragen an einem konkreten historischen Fallbeispiel nach, dem Ende des Kalten Krieges in Schweden. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Krise des Wohlfahrtsstaates setzten namlich auch in Schweden Prozesse der Neuverortung ein - und dies im wortlichen, d.h. geographischen Sinne. Sah man Schweden zuvor als neutralen Beobachter zwischen den beiden politischen Blocken und die eigene Gesellschaft als idealen Kompromiss der beiden konkurrierenden Welten, so war dies nach 1989 so nicht mehr moglich. Das kollektiv Eigene wurde nun immer starker als Teil von Europa verstanden. Inwiefern hatte das historische und identitatsgeschichtliche Ereignis des Endes der vordergrundig kommunistischen Welt aber Einfluss darauf, wie die Arktis, Indien, Borneo und nicht zuletzt Schweden vorgestellt wurden? Schliesslich ist das Bereisen des als anders oder fremd Imaginierten immer auch eine Antwort auf die als eigen imaginierten Ordnungen; oder andersherum: ein in den als eigen imaginierten Ordnungen erfahrener Mangel provoziert das Bereisen des Anderen oder Fremden. Anhand der Lekture schwedischer Reiseberichte der 1980er und 1990er Jahre wird dieser Wandel der Konzepte von Fremdheit und Nahe in den imaginierten Geographien in Schweden herausgearbeitet. Wer reist, will nicht selten die Welt entdecken. Wie aber verandert sich die Welt, wenn sich die Welt verandert? Anders gewendet: Was passiert mit jenen Bildern und Vorstellungen von Welt, die wir im Reisen und in Reiseberichten entdecken, wenn sich die politische, die soziale Welt und ihre Koordinaten wandeln? Die vorliegende Arbeit geht diesen Fragen an einem konkreten historischen Fallbeispiel nach, dem Ende des Kalten Krieges in Schweden. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Krise des Wohlfahrtsstaates setzten namlich auch in Schweden Prozesse der Neuverortung ein - und dies im wortlichen, d.h. geographischen Sinne. Sah man Schweden zuvor als neutralen Beobachter zwischen den beiden politischen Blocken und die eigene Gesellschaft als idealen Kompromiss der beiden konkurrierenden Welten, so war dies nach 1989 so nicht mehr moglich. Das kollektiv Eigene wurde nun immer starker als Teil von Europa verstanden. Inwiefern hatte das historische und identitatsgeschichtliche Ereignis des Endes der vordergrundig kommunistischen Welt aber Einfluss darauf, wie die Arktis, Indien, Borneo und nicht zuletzt Schweden vorgestellt wurden? Schliesslich ist das Bereisen des als anders oder fremd Imaginierten immer auch eine Antwort auf die als eigen imaginierten Ordnungen; oder andersherum: ein in den als eigen imaginierten Ordnungen erfahrener Mangel provoziert das Bereisen des Anderen oder Fremden. Anhand der Lekture schwedischer Reiseberichte der 1980er und 1990er Jahre wird dieser Wandel der Konzepte von Fremdheit und Nahe in den imaginierten Geographien in Schweden herausgearbeitet.

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Table des matières

Vorwort
7
Prämissen und Vorüberlegungen
15
und das Fremde
22
Droits d'auteur

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