Balladen und Romanzen der deutschen Dichter Bürger, Stollberg und Schiller

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Page 282 - Nicht gebieten werd' ich dem Sänger," spricht der Herrscher mit lächelndem Munde, „er steht in des größeren Herren Pflicht, er gehorcht der gebietenden Stunde. Wie in den Lüften der Sturmwind saust, man weiß nicht, von wannen er kommt und braust, wie der Quell aus verborgenen Tiefen, so des Sängers Lied aus dem Innern schallt und wecket der dunkeln Gefühle Gewalt, die im Herzen wunderbar schliefen.
Page 11 - Bei ihm, bei ihm ist Seligkeit, und ohne Wilhelm Hölle ! — Lisch aus, mein Licht, auf ewig aus ! Stirb hin, stirb hin in Nacht und Graus ! Ohn' ihn mag ich auf Erden, mag dort nicht selig werden.
Page 223 - Zurück! du rettest den Freund nicht mehr, So rette das eigene Leben! Den Tod erleidet er eben. Von Stunde zu Stunde gewartet' er Mit hoffender Seele der Wiederkehr, Ihm konnte den mutigen Glauben Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.
Page 220 - O hemme des Stromes Toben ! Es eilen die Stunden, im Mittag steht Die Sonne, und wenn sie niedergeht Und ich kann die Stadt nicht erreichen, So muß der Freund mir erbleichen.
Page 8 - Willkommen! manche frohe Braut. Ach ! aber für Lenoren War Gruß und Kuß verloren. Sie frug den Zug wohl auf und ab Und frug nach allen Namen; Doch keiner war, der Kundschaft gab, Von allen, so da kamen. Als nun das Heer vorüber war, Zerraufte sie ihr Rabenhaar Und warf sich hin zur Erde Mit wütiger Gebärde. Die Mutter lief wohl hin zu ihr: „Ach, daß sich Gott erbarme! Du trautes Kind, was ist mit dir?
Page 81 - vortrefflicher Haber! Ihr füttert die Pferde mit Wenn und mit Aber. Der Mann, der das Wenn und das Aber erdacht, hat sicher aus Häckerling Gold schon gemacht. Nun aber zum dritten, nun nimm dich zusammen! sonst muß ich dich dennoch zum Esel verdammen: Was denk ich, das falsch ist?
Page 160 - Drauf der König greift nach dem Becher schnell, In den Strudel ihn schleudert hinein: „Und schaffst du den Becher mir wieder zur Stell', So sollst du der trefflichste Ritter mir sein Und sollst sie als Ehgemahl heut noch umarmen, Die jetzt für dich bittet mit zartem Erbarmen.
Page 222 - Und horch! da sprudelt es silberhell ganz nahe, wie rieselndes Rauschen, und stille hält er, zu lauschen; und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell, springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell, und freudig bückt er sich nieder 262 und erfrischt die brennenden Glieder.
Page 167 - Und eh' der König noch geendet, Da stellt sich, von Milet gesendet, Ein Bote dem Tyrannen dar: Laß, Herr! des Opfers Düfte steigen, Und mit des Lorbeers muntern Zweigen Bekränze dir dein göttlich Haar!
Page 17 - Gert ein Schlag davor Zersprengte Schloß und Riegel. Die Flügel flogen klirrend auf, Und über Gräber ging der Lauf; Es blinkten Leichensteine Rundum im Mondenscheine. Ha sieh! Ha sieh! Im Augenblick, Huhu! ein gräßlich Wunder! Des Reiters Koller, Stück für Stück, Fiel ab wie mürber Zunder. Zum Schädel ohne Zopf und Schopf, Zum nackten Schädel ward sein Kopf, Sein Körper zum Gerippe Mit Stundenglas und Hippe. Hoch bäumte sich, wild schnob der Rapp Und sprühte Feuerfunken; Und hui!

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