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Page 29 - Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, Ist dem Tode schon anheimgegeben, Wird für keinen Dienst der Erde taugen, Und doch wird er vor dem Tode beben, Wer die Schönheit angeschaut mit Augen! Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe, Denn ein Tor nur kann auf Erden hoffen, Zu genügen einem solchen Triebe: Wen der Pfeil des Schönen je getroffen, Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!
Page 96 - Wie werd ich je dies große Rätsel fassen ? Ersteigend erst des Markusturms Terrassen, Vermag ich vorwärts mit dem Blick zu dringen, Und aus den Wundern, welche mich umringen, Entsteht ein Bild, es teilen sich die Massen. Ich grüße dort den Ozean, den blauen, Und hier die Alpen, die im weiten Bogen Auf die Laguneninseln niederschauen.
Page 106 - Allein wie sehr du Wünsche des Tags verstehst, Nicht horchst du blindlings jedem Geräusch, du nimmst Das Zepter, jenem Joseph ungleich, Nicht in die weltliche Faust der Neu'rung, Ehrfurcht erweckt, was Väter gethan, in dir, Du fühlst verjährter Zeiten Bedeutsamkeit, Ins Wappenschild uralter Sitte Fügst du die Rosen der jüngsten Freiheit.
Page 99 - Ausgang nimmermehr zu finden, Wen Liebe darum nur gesucht zu binden, Um der Verzweiflung dann ihn hinzugeben; Wer jeden Blitz beschwor, ihn zu zerstören, Und jeden Strom, daß er hinweg ihn spüle Mit allen Qualen, die sein Herz empören Und wer den Toten ihre harten Pfühle Mißgönnt, wo Liebe nicht mehr kann betören, Der kennt mich ganz, und fühlet was ich fühle.
Page 22 - Bogen. Der Mühlbach rauschte durch felsigen Schacht, Ich lehnte mich über die Brücke, Tief unter mir nahm ich der Wogen in acht, Die wallten so sacht In der Nacht, in der Nacht, Doch wallte nicht eine zurücke.
Page 72 - Der Strom, der neben mir verrauschte, wo ist er nun? Der Vogel, dessen Lied ich lauschte, wo ist er nun?
Page 22 - Es drehte sich oben, unzählig entfacht, Melodischer Wandel der Sterne, Mit ihnen der Mond in beruhigter Pracht, Sie funkelten sacht In der Nacht, in der Nacht, Durch täuschend entlegene Ferne.
Page 106 - Zepter der goldne Friede. Rückwärts erblickst du Flammen und Krieg und Mord, Doch mild am Gürtel trägst du das reine Schwert; Du stehst, wie jener fromme Dietrich, 20 Über den Leichen der Nibelungen.
Page 93 - Gebeut nicht auch im Königreich des Schönen, Wer immer König ist im Reich des Wahren? Du siehst sie beide sich im Höchsten paaren, Gleich in einander wie verlornen Tönen.
Page 71 - Mit allzngewissen, du liebst mich nicht! So soll ich die Sterne, so soll ich den Mond, Die Sonne vermissen? Du liebst mich nicht!

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