Platens Werke: Bd. Die verhängnisvolle Gabel. Der romantische Ödipus. Die Liga von Cambrai. Die Abbasiden. Geschichten des königsreichs Neapel

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Bibliographisches Institut, 1826
 

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Page 177 - Lied von der mächtigen Frau, die erst als 15 zarteste Jungfrau Dasteht und verschämt, voll schüchterner Huld, dem erhabenen Helden die Hand reicht, Bis dann sie zuletzt, durchs Leben gestählt, durch glühende Rache gehärtet, 20 Grauenvoll auftritt, in den Händen ein Schwert und das Haupt des enthaupteten Bruders.
Page 24 - Weltgeheimnis ist die Schönheit, das uns lockt in Bild und Wort; Wollt ihr sie dem Leben rauben, zieht mit ihr die Liebe fort: Was noch atmet, zuckt und schaudert, alles sinkt in Nacht und Graus, Und des Himmels Lampen löschen mit dem letzten Dichter aus!
Page 174 - Publikum. Gewiß, es ist dein Busenfreund des sterblichen Geschlechts der Menschen Allerunverschämtester. Nimmermann. Sein Freund, ich bin's; doch möcht' ich nicht sein Liebchen sein.
Page 72 - Größres wollt' er wohl vollenden; doch die Zeiten hindern es: Nur ein freies Volk ist würdig eines Aristophanes. Zwar der Dichter freut sich eines großgesinnten Königs Gunst; Doch Europas Seufzer steigen um ihn her als Nebeldunst. Da der Sonnenstrahl der Freiheit seine Tage nicht erhellt, Gibt er statt des Weltenbildes nur ein Bild des Bilds der Welt.
Page 40 - So oft verkennst und stets verbannst die sonst berühmten Meister? So ist bei dir der Kotzebue^ in Mißkredit gekommen, Der sonst doch ganz allein beinah die Bretter eingenommen: Du klatschtest seinen Herrn und Frau'n, du liebtest seine Spaße; Er war dein Leib- und Herzpoet, der dir allein gemäße.
Page 178 - Und das Maß herstellt und die Sprache beseelt und befreit von der gallischen Knechtschaft, Zwar starr noch und herb und zuweilen versteint, auch nicht jedwedem genießbar; Doch ihm folgt bald das Gefällige nach und das Schöne mit Goethifcher Sanftheit.
Page 211 - Gedenkt an das, was ihr verlieren könnt! Hier herrscht der Ordnung segenreicher Geist, Die schöne Schöpfung seiner selbst betrachtend: Erst nur ein kümmerliches Fischerdorf, Aus ödem Sumpf erhob sich diese Stadt! Wer hätte damals ihr ein Netz gestellt? Wer hätte neidvoll auf sie hingeblickt? Allein der Bürger hohes Selbstgefühl Und Schweiß und Arbeit und der Riesenschwung Beglückender Freiheit stellten sie so hoch: Zehntausend leichte Gondeln fahren jetzt " Geschäftig unter ihren Brücken...
Page 72 - Was häßlich scheint und niedrig, und entblößt von Halt und Norm, Werde zierlich wie das Schöne, durch des Geistes edle Form! Nichts von allem, was das Leben euch vergiftet, fecht' euch an, Alles taucht die Hand des Dichters in der Schönheit Ocean!
Page 23 - Mündig sei, wer spricht vor Allen; wird er's nie, so sprech' er nie, Denn was ist ein Dichter ohne jene tiefe Harmonie, Welche dem berauschten Hörer, deffen Ohr und Sinn sie füllt.
Page 41 - Wenn die sich auch nur des bedient, was andre schon erworben, So stünden wir bei Ramler' noch, der längst in Gott verstorben ! Wen die Natur zum Dichter schuf, dem lehrt sie auch zu paaren Das...

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