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zu notieren und ihm in seinem nähern und bisweilen auch entferntern Fontext anzuführen. Auf diese Weise kann der Sinn nicht weniger Ausdrücke mit Sicherheit erschlossen werden, wenn er auch bei andern noch zweifelhaft oder noch ganz dunkel bleibt. Selbst dann ist unsere Arbeit nicht vergeblich und zwecklos, da wenigstens das Material vorliegt, das mit dem später bekannt werdenden doch schließlich qu einer definitiven Alarstellung führen kann.

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3. Zwar finden wir in den spätern liturgischen Texten manche, Ausdrücke wieder, die unsere Texte auch schon kennen. Dürfen wir auf eine souchliche Identität schließen? Auf eine gewiße Ähnlichkeit wohl sicher, aber bevor wir Sie sachliche Dentitat annehmen können, muß zuvor der historische Nachweis Safür erbracht werden. Wir haben bereits im ersten Heft darauf hingewiesen, wie verfehlt es ist, die theologische Spekulation des 1. vorchristlichen Jahrtansends einerseits zu identifizieren mit der eigentlichen Volksreligion und selbst der offiziellen Staatsreligion jener Zeit, wie andererseits es noch viel weniger geht, Sie religiösen Anschauungen dieser Zeit in das 2. und 3. Jahrtausend projizieren. Die Religion der Zeit Assurbanipals oder Tabuchodonosors ist nicht die Relision der Zeit Hammurapis oder Sungis oder Ur Tinas oder Sargons, noch viel weniger die Religion. Babyloniens überhaupt. Heben jenen Momenten, die wir an obiger Stelle zur Erwägung vorlegten, wäre noch ein weiteres Element in Betracht zu ziehen, nämlich, daß im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende die Folksmasse in Babylonien rassig unmöglich rein homogen bleiben konnte, und es auch tatsächlich nicht geblieben ist. Infolge des kommerziellen Kerkehrs, durch Einwanderung ausländischer Folksscharen, durch kriegerische Expeditionen und politische Deportationen und Ansiedelungen sowie andere völkische Notwendigkeiten kamen immer neue fremde tolks demente in die Euphrat- und Bigrisebene, die unzweifelhaft unzweifelhaft neue Bean und Gewohnheiten mitbrachten, die wohl nicht plötzlich durchgreifende kulturelle Umwandlungen veranlassten, die aber doch nicht ohne nachhaltigen Einfluss sein konnten. Wenn auch manches Hergebrachte dem Zeitenwandel und den fremden Einwirkungen standhielt, so doch nicht alles. Fieles Alle verschwand vänglich, anderes wurde umgeändert, ergänzt und durch Teues ersetzt. Was blieb und was verschwand und was verändert wurde, kann nicht durch Schematische Foraussetzungen in dogmenartiger religionsgeschichtlicher Construckбодт tion a priori angenommen werden, sondern muss aus historischen Angaben für die vingelnen Zeilperioden positio bewiesen werden. 4. Aber nicht sur zeitlich, sondern auch örtlich sind Perschiedenbeiten in Anschauung und Praxis bedingt. Wir konnten im ersten Heft den Tacnocis bringen, wie das Pantheon von Dreher neben einigen gemeinsamen Götternamen viele besonderen Gottheiten aufweist im Gegensatz zum

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Pantheon von Ijoha und umgekehrt. Dasselbe können wir für den a an beiden Orten feststellbaren Götterkult tun, und wir werden darauf bestehen durch eine eigen Gegenüberstellung der gemeinsamen Elemente einerseits und der abweichenden Elemente andererseits dies schematisch augenfällig zu illustrieren. Gerade auf dieses Moment legen wir einen besonderen Flachdruck, und wenn что Dieser Tachweis gelungen ist, dann sehen wir uns für unsere Arbeit hinreichend entschädigt. Denn dann ist in das bisher ausschlaggebende religionsgeschichtliche Dogma eine definitive Bresche geschlagen: Die Religion des 1. vorchristlichen Jahrtausends ist nicht die Religion Babyloniens einfachhin, und die religiöse Praxis Ummas ist nicht diejenige Hippur und Lagas

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5. Darin liegt es auch begründet, daß wir es vorzogen, Contafelarchiv von Srchem zusammen mit jenem von jenem von Ijoha Sjoḥa zu behandeln, statt jedes einzelne getrennt für sich. Freilich hätte ein Fergleich mit jedem Sern aus derselben Zeitperiode, und noch mehr mit jedem andern einer frühern oder spätern Zeitperiode zu denselben Schlußfolgerungen Anlass gegeben, und es wäre sehr zu begrüssen, begrüssen, wenn einmal diese umfassende Arbeit gelei den würde. Eine gleichzeitige vergleichende Bearbeitung der Irchem- und Djohatexte drängle sich aber auch noch deshalb besonders auf, weil einerseits diese beiden Kulturstätte räumlich nicht allzu weit von émander ablicgen, und deshalb von vornherein mit ähnlich gelagerten Verhältnissen gerechnet gerechnet werden mußte. Dazu kommt schließlich noch, dass sie beinahe zu gleicher Zeit im Antiquariatshandel auftauchten und jetzt beinahe nur mehr in heilloser • Permischung anzutreffen sind, so daß sie überhaupt nur aus innern Kriterien heraus vom Fachmann nach ihrem Befundort erkannt und klassiert werden kön

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6. Ilach diesen Feststellungen mehr prinzipieller Hatur bleiben nur mehr wenige Bemerkungen über Anlage und Methode hinzuzufügen. Wenn wir dieser Abhandlung den Titel Götterkult gegeben haben, so wollen wir das Work in weiterm Sinn aufoclasst wissen. Wir bezweckten, darin sämtliche Auszusammenzutragen, die in irgend einer Weise, wenn auch nur entfernt mit einer Gottheit oder der Götterverehrung in erkannt wurden : Hultgegenstände, Hultorte, Hulthandlungen, dultzeiten, Hultpersonen, Opfermaterial. Das vorliegende Heft beschränkt sich jedoch auf die over erstgenannten Objekte: über Kultpersonen und Opfermaterial wird in zweiter Teil berichten. Diese vier Objekte werden in iie einzige alphabetisch angeordnete Siste untergebracht, und zwar neben andern Gründen teilweise auch deshalb, weil bei manchen Ausdrücken es zweifelhaft blieb, in welche Kategorie sie einzuklassieren wären. So z.3. konnte nicht aus!

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gemacht werden, ob die Ausdrücke: gis-vigir-ud-6, gis-vigir-nd-7, die sicher kulSenten sind, einen Hulloegenstand oder in an die Cage 6 und 7 gebundenes Fest bezeichnen. Ebenso enthält die Liste auch manche Ausdrücke, wo wir nicht begründete Zweifel hatten, ob sie überhaupt kultisch gedentet werden könnten. Trotzdem haben wir uns auch in diesen Fällen entschlossen, sie darin aufzunehmen, auf Sie Gefahr hin, dass sie vielleicht später als nicht in diese Fortegorie limingehörend erkannt werden. Weshall die einzelnen Auscrücke mit ihren sämtlichen Befundstellen und in ihrem voraufgehenden oder nachfolgenden Konteset angeführt wurden, ist bereits oben angedentet worden. Die Göttertempel sowie das é-gal, insofern es als Opferstätte benutzt wurde, sind im ersten Heft bereits behandelt vorSen so dass wir hier von einer Wiederholung derselben absehen konnten.

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II. Texte.

Heben jenen Texten aus den Archiren von Frehem und Sjoha, Sie im ersten Heft von DDA verzeichnet sind, konnten zu vorliegender Arbeit noch folgende Textveröffentlichungen benutzt werden: Bed. STŮ.

Sumerian Cablets from Imma in the John Rylands Library
Manchester, Transcribed, Transliterated and Translated by
A. L. Bedale, M. A., Lecturer in Assyriology in the University
of Manchester. With ten plates. Manchester, London, New-York
1915. 58 Cafeln.

Lists of Personal Hames from the Cemple School of Hippur.
Lists of Sumerian names by Edward thiera. (University of
Pennsylvania. The University Museum. Publications of the
Babylonian Section. Fol. XI. Ne3). Philadelphia. Published
by the University Museum 1919. 6 Cafeln aus Djoha.
Miscellaneous Inscriptions in the Yale Babylonian Collection.
TX, 108 pp. LV plates. Thew Haven, Yale University Press, 1915.
(Yale Oriental Series, Sabylonian Texts. Vol. I.). Die Hummern
21-24 dürften Sjohatafeln sein.

Umia (Sjóha) Texts aus dem Iluseum des päpstlichen Bibel-
instituts in Rom. Fon A. Dennel in Granskription veröffent-
licht in Orientalia 14, 15 und 17, 1924-1925. 109 Cescle.

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A Sumerian Wage-List of the Ur Dynasty bey the Rev. Th. Fish. Reprinted from the Bulletin of the John Rylands Library, Fol. 9, No 1, January 1925. With Plates.

Un cadastre de Djokha. Par le colonel Allotte de la Fuye. RA. 12 (1915, 1) pp. 47-54.

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}

Choix de textes économiques de la collection Pupil par H. de Genouillac.
Babyloniaca, tome VIII, fascicule 1, pp. 37-40, planches, 11 - IX, 1925. An
die 36 Texte der Kollektion Pupil schliesst de Genouillac 12 andere
Texte aus seiner eigenen Sammlung an,
Sie mit Ausnahme von

Ne 12 als Djoḥatexte anzuschen sind.
Some Sumerian Tablets in the John Rylands Library. By the Rev.
Th. Fish. Reprinted from the Bulletin of the John Rylands Library, "Vol. 8,
Io. 2, July 1924. I Cafeln.
Keilschriftlexle
Orientaliaheftes.
Miscellanea Assyriaca. By Steph. Langdon. Babyloniaca, lome VII,
fasc. 2, 1922, pp. 72-80. 16 Tafeln aus Drehvem im Museum of Arts of
Coledo, Ohio.

aus Drehem und Sjoḥa. Siehe im Anhang dieses

Choix de textes économiques de la collection Pupil par H. Je
Genouillac Babyloniaca, tome VIII, fase. 1., pp. 37-40, planches III-IX,
1925. 36 Cafeln.
Notules. Par F. Scheil. A propos des métauxe à Umma. RA 12 (1915,1)
pp. 60-62.

Le calcul des volumes dans un cas particulier à l'époque
Ear T. Scheil. RA 12 (1915, 4) pp. 161-172. 2 Tafeln.

d'Ur.

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III.

Kultgegenstände, Kultorte, Kulthandlungen,

Kultzeiten.

1. A-DE-A IF PF

Keis. CB. 44,31: 1 más a-de-a Dumu-zi(§). uru+a-a (Der Text hat als Unterschrift: sá-dútg) dingir-ri-ne).

Siehe: a-ri-a; a-ri-de-a; gan-big a-dea; a-ša(g) m-de-a.

2. A-IGI=IR PF TR

PB

dont. HÉU. 100 rev. II.10: a-sa(g) a-igi Larta).

ki-si-Xa a igi

76: rev. 2:8 our AN-še-nom-Su.

Personennamen: A-igi-AN; A-igi-sar;

A-igi-sud-a; A-igi-su-bi.

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· guð) - ú... máš - gal-úí 4 sil gab ser gið í mu mu lù-máš-daдав ri-qe-ne-šú.... ki-ki áí-ki-Xi šuruvnun-na Arad-mu maškim Sato) Šeš-ab-ki-ma.

SA. 4′′j: ↳ guð)-sc á-ki-Xi še-kin-kud &

que-že ú-dúlg)? Hin-tin-ú(g) -
itu-ud-12 ba-zal.
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217, 2: 2 udu-se - 4-kom-uš šalji á

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ki-li (salg) Seš-ab-ki-ma). 241: Unveröffentlicht. Dhorme berichtet über diesen Text; SA. 2×1 mentionne les prières de la nuit (AMAR +ŠE-AMAR÷ŠE- yiq) et les offrandes pour Hannah) dans (švity) á-ki-Xi), Gen. TD. 5508 IV 2: mu qub á-ki-ki nkin-kind no-6. kam.

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Ilies UDT. 91, 75: musmu-gub

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Legr. TRU. 21,9: 1 máš šalg) á-ki-Xi 1 udu anse Ha-ba-mu 2 máš ilu á-ki-Xi.

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370, 7-10: & guld)-se Hanna() igi šu-nir-ra salg) á-ki-li 2 quid)še Nannat) má á-ki-Xi Xur)-ra. GDD. 8, 4:4 guld)-se & Hannab) igi šunir zür-gu-la la salg) á ki-ki itu udu-30 ba-zal & Ilina-gir-gal maškim ki Ur3Ba-ú ba-zig)

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Monatsname: itu á-ki-Xi.

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4.A-RU-A IF

1) a-ru-a é:

LangS. TAD. 51,8: 8 udu bar-gál sig 123 ma-na-Xa 3 mas-gal mu-gub a-ru-a é Innina-sú Ila-di pa-al ni-ku.

lugal

Heis. STD. 228, 3: 10 áb-mu-2 mu-qub
lugal a-ru-a
a-ru-a i Gu-la baty) Unuty)-

ki-ga.

2) Q-TU-OL

Singir:

Jeis, STD. 67, 6: šu-nigin 172 sag-ha

nam-raL

ag. a-ru-a© Sarpa)-šú. dont. HÉLI. 55 rev. 5: Lù-ga-m mu a-kal a-ru Ilin-lil su

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→ Hlina-ka-gi
áš-la ni-taḥ-hu.

3) -PIA-(SL

lugal:

Del. TD. 5,3: 1 zabar má-gúr zabar Sen-ki í-dim)-ma a-ru-a

lugal. Gen. TD. 5550, 3:1 Xin-lal ku-babbar Ilin-lin-úg) - go a-ru-OL lugal. GDD. 144, 10: 1 su-nir Hanna) ku

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