Friedrich Schiller: A Sketch of His Life and an Appreciation of His Poetry

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Open Court Publishing Company, 1905 - 102 pages
 

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Page 102 - Nur ewigen und ernsten Dingen Sei ihr metallner Mund geweiht, Und stündlich mit den schnellen Schwingen Berühr im Fluge sie die Zeit. Dem Schicksal leihe sie die Zunge, Selbst herzlos, ohne Mitgefühl, Begleite sie mit ihrem Schwunge Des Lebens wechselvolles Spiel.
Page 41 - Da ihr noch die schöne Welt regieret. An der Freude leichtem Gängelband Selige Geschlechter noch geführet, Schöne Wesen aus dem Fabelland ! Ach, da euer Wonnedienst noch glänzte, Wie ganz anders, anders war es da ! Da man deine Tempel noch bekränzte, Venus Amathusia...
Page 100 - Der Meister kann die Form zerbrechen mit weiser Hand, zur rechten Zeit; doch wehe, wenn in Flammenbächen das glüh'nde Erz sich selbst befreit! Blindwütend, mit des Donners Krachen zersprengt es das geborstne Haus, und wie aus offnem Höllenrachen speit es Verderben zündend aus. Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gebild gestalten; wenn sich die Völker selbst befrein, da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.
Page 47 - Das hinter diesem Schleier sich verbirgt?" „Die Wahrheit", ist die Antwort. „Wie?" ruft jener, „Nach Wahrheit streb ich ja allein, und diese Gerade ist es, die man mir verhüllt?" „Das mache mit der Gottheit aus", versetzt Der Hierophant. „ ,Kein Sterblicher', sagt sie, .Rückt diesen Schleier, bis ich selbst ihn hebe. Und wer mit ungeweihter, schuld'ger Hand Den heiligen, verbotnen früher hebt, Der', spricht die Gottheit -" „Nun?"
Page 100 - Trutz. Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis; Ehrt den König seine Würde, Ehret uns der Hände Fleiß.
Page 38 - Aber in den heitern Regionen, Wo die reinen Formen wohnen, Rauscht des Jammers trüber Sturm nicht mehr.
Page 42 - Ja, sie kehrten heim, und alles Schöne, alles Hohe nahmen sie mit fort, alle Farben, alle Lebenstöne, und uns blieb nur das entseelte Wort.
Page 56 - Worte nenn' ich euch, inhaltschwer, sie gehen von Munde zu Munde; doch stammen sie nicht von außen her, das Herz nur gibt davon Kunde. Dem Menschen ist aller Wert geraubt, wenn er nicht mehr an die drei Worte glaubt. Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und würd
Page 75 - Da meint er den Schatz zu erheben. Er gräbt und schaufelt, so lang er lebt, Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt. Der...
Page 101 - Freiheit und Gleichheit! hört man schallen; Der ruh'ge Bürger greift zur Wehr, Die Straßen füllen sich, die Hallen, Und Würgerbanden ziehn umher. Da werden Weiber zu Hyänen Und treiben mit Entsetzen Scherz; Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen, Zerreißen sie des Feindes Herz.

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