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der Schweiz und eine Grenze von 50 Stunden mit Frankreich, legen ein grosses Gewicht in die Wagschale, die jetzt Bestimmungen und Entschädigung abwägt. Da sie indessen in Frankreich alles bezahlen und die Kosten für den Unterhalt der Truppen nicht aufhören, so ist es nicht möglich, dass diese Truppen länger in Frankreich bleiben, ohne dem Wohlstande der Schweiz zu schaden, und ich glaube, es fordert jetzt der Augenblick mitzuwirken, ein Gebäude, das wir für unsere Sicherheit errichtet haben, wieder in seine einzelnen Theile zu zerlegen und in ihm keine Zuflucht für fremdes Missvergnügen zu lassen, an das sich in diesem Lande, wo die Köpfe noch warm, gern das einheimische anschliesst.

Seiner Durchlaucht den Fürsten v. Schwarzen

berg. Seiner kaiserlichen Hoheit dem Erzherzog Johann.

Zürich, den 21. Juli 1815. Die Schweizer Truppen haben sich in Hochburgund zwischen Ornans und Arbois ausgebreitet, um ausgedehntere und bessere Kantonirungen zu haben. Indessen hat der französische Gesandte bereits den Antrag gemacht, diese Truppen auf ihren vaterländischen Boden zurückzuziehen, da der Wohlstand Frankreichs ohnehin durch fremde Truppen zerstört wird. Ich habe es über mich genommen, den Präsidenten, der mir diess mittheilte, auf die unerschwinglichen Lasten aufmerksam zu machen, die dem Lande für diese Truppen auferlegt sind, und er wird darauf antragen, einen Theil dieser Truppen zu vermindern, d. h. alle Verheiratheten nach Hause zu entlassen, was mehr als die Hälfte dieser Truppen ausmacht. Auf der andern Seite ist die schnelle und vollzählige Errichtung der vier Schweizer-Regimenter in Antrag gebracht worden, die 16,000 Mann ausmachen und, sobald sie bewilligt sind, schnell gebildet sein werden.

Ich sehe die Begebenheiten in Frankreich nur durch das Prisma der Zeitungen; daher bitte ich Eure Durchlaucht gehorsamst um Vergebung, wenn eine Schlüsse unrichtig sind. Aber die Konvention von Paris bat gleichsam die Armee, die den Thron umstürzte und ganz Europa unter die Waffen rief, als einen selbständigen Körper anerkannt, der, als Bonaparte und seine Sache untergegangen war, noch hinter der Loire eine Freistätte fand. Diese Armee hat sich, wie man sagt, dem Könige ergeben, die meisten FestungsKommandanten werden sich für ihn erklären, und eine Regierung, die zu ibrer Erhaltung eines Fouché bedarf, dessen Stimme den Bruder seines Monarchen auf das Blutgerüst führte und Bonaparte aus Elba rief –, wird sich diese Regierung nicht alle Mittel gegen die Verbündeten erlauben, wenn sie nach 25jährigen Leiden aller Art eine gerechte Entschädigung von einem Lande fordern, das Europa entvölkerte und seinen Wohlstand, das allgemeine Vertrauen und alles Gute, Grosse und Heilige zerstörte ? Ich irre mich vielleicht, aber ich glaube schon jetzt einen Zusammenhang in dem Anfange dieser Massregeln zu finden, die sich gegen die Fremden kehren. Ich bin überzeugt, dass sich hinter der Loire schnell durch das Zusammenrücken der Truppen und , sobald es für den König gilt auch der gegen sie Bewaffneten in der Vendée eine Armee bilden kann. In den Departements du Doubs und Jura werden nach einem Kurier, der am 11. in Pontarlier aus Paris ankam, alle Waffenfähigen aufgezeichnet und nach ihren Kantonen in Regimenter eingetheilt; die Offiziere dieser Regimenter werden erwartet. Mit dem Kanton Waadt ist eine Unterhandlung eingegangen, um die in Chillon vorräthigen Gewehre (ungefähr 8000) für den König zu kaufen ; in der ganzen Schweiz werden Aufkäufe gemacht, die für diese Departemente bestimmt sind. Die National-Garden dieser Departemente, das Elsass, das nur einen Wink erwartet, um sich an seinen Feinden zu rächen, und diese Schweizer-Regimenter, die den Kern dieser Truppen ausmachen, alles dieses bildet eine Masse von Streitkräften, die hinreichend ist, Besorgnisse zu erregen. Die jetzigen Minister Frankreichs sind durch die Revolution erzogen und gehoben worden; sie sind mit allen Mitteln, Hülfsquellen und Triebfedern bekannt, die Frankreich enthält und die es bewegen. Es ist unmöglich, diese Menschen nicht zu fürchten, die, mit allen Schrecken und Bildern der Revolution vertraut, dem Interesse des Augenblicks Alles aufopfern und in denen die NationalEitelkeit eben so stark verwundet ist, wie in den Anhängern Bonapartes, die dieses Gefühl gegen die fremde Ge

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walt mit ihnen vereint. Eine schnelle Ausführung alles dessen, was vielleicht geschehen soll, würde alle Pläne zerstören, die in Frankreich in kurzer Zeit eine bestimmte Gestalt annehmen und alle Parteien vereinigen könnten. Verzeiben Euer Durchlaucht, wenn ich besorge, anstatt zu berichten. Aber die Neuigkeiten kommen hier von der Stelle an, auf der Eure Durchlaucht stehen, und das Leben und die Pläne der Schweizer behalten ihren gewöhnlichen schwerfälligen Gang, den die Einnahme aller Hauptstädte in Europa nicht unterbricht. Wozu sie mich hier noch brauchen, ist, alles fremde Vieh von ihren Grenzen wegzutreiben, und schon ist es die dritte Note, die ich erbalte, weil sich verschiedene fremde Ochsen in Schaffhausen und Laufenburg haben sehen lassen, die zu den Bedürfnissen der Armee gehören, und die Schweiz diese Fremden auf ihrer Durchreise nicht beherbergen will. Nach dieser kurzen Schilderung der Geschäfte frage ich noch einmal an, ob Eure Durchlaucht glauben, dass man auf diesem Standpunkte noch länger meiner bedarf ? Der Hauptmann Graf Lichnowsky geht morgen in das Hauptquartier ab, da er selbst einsieht, dass zu den Marsch-Routen, die ich den durchreisenden Ochsen über Basel gebe, meine Talente hinreichend sind.

Ich glaube die Postenlinie mit Ende dieses gegen den 25ten aufkünden zu können, obwohl gestern noch zwei Kuriere durchgingen. Mir scheint diese Kurierlinie missbraucht zu werden, denn nach dem Thorzettel aus Bern sind drei Kuriere von Ulm, Wien und Stuttgart, wo das Hauptquartier nie war, zu der italienischen Armee gegangen.

An Seine Excellenz den Herrn Präsidenten der Tagsatzung.

Zürich, den 21. Juli 1815. Ich habe die Ehre gehabt, die Note der Tagsatzung, den Durchzug bei Schaffhausen und die für die Bedürfnisse der Armeen bestimmten Viehheerden betreffend, zu erhalten. Die Antwort darauf beschränkt sich auf die Bemerkung, die ich Eurer Excellenz zu machen die Ehre habe, dass die am 20. Mai geschlossene Konvention dieses Gegenstandes nicht erwähnt, und diese Durchzüge nur augenblicklich und daher dem Lande nicht beschwerlich sein können. Aus diesem nämlichen Grunde sehe ich mich auch nicht berechtigt, den Anlass der darüber eingegangenen Klagen zu heben, um jedoch Eure Excellenz von meiner Bereitwilligkeit zu überzeugen, den Wünschen der Tagsatzung, insofern es von mir abhängt, zu willfahren, werde ich mich diesfalls an das Militärkommando in Stockach wenden, und ich hoffe, dass diese meine Verwendung den erwünschten Erfolg haben wird.

Seiner Excelienz dem General Frimont.

Zürich, den 25. Juli 1815. Der Prinz Paul von Würtemberg, zweiter Sohn des Königs, geht in das Hauptquartier Eurer Excellenz, um dort eine Antwort auf Briefe an die Fürsten Metternich und Schwarzenberg abzuwarten, die sein Gesuch enthalten, in unsere Dienste zu treten. Da er wünscht, dass Eure Excellenz von seinen Absichten, die ihn in Lyon festhalten, unterrichtet sein mögen, so trug er mir auf, diess Eurer Excellenz zu melden.

Ich ergreife diese Gelegenheit zugleich, um Eurer Excellenz zu dem glänzenden Feldzuge Glück zu wünschen, der so schnell und ruhm voll für unsere Waffen unter den Befehlen Eurer Excellenz endigte.

Monseigneur !

J'ai l'honneur d'informer Votre Altesse que les intérêts qui m'ont été confiés sont parvenus à leur terme. Les troupes suisses seront retirées, à la requête du ministre de France, du territoire français. Elles ne continueront à occuper que Blamont, le pays de Gex et Joigny. La moitié de l'armée et le commandement général sont dissouts et 12,000 hommes est le nombre, auquel se réduisent les troupes qui restent aux frontières sous les ordres du colonel Finsler.

La Diète procédera le 7 août à la prestation du serment concernant l'acte de la nouvelle fédération ; elle se séparera ensuite et monsieur de Schraut ainsi que les autres ministres vont quitter Zurich.

Madame Lætitia, madame Hortense, le cardinal Fesch, Bassano avec sa famille, sont arrivés près de Genève. L'on dit que Ney est à Prangins. J'ai insisté auprès du gouvernement à ce que ce dernier, si réellement il s'y trouve, soit arrêté.

Le but de ma mission en Suisse étant rempli et ma destination pour Copenhague nécessitant l'arrangement de mes intérêts particuliers, ce à quoi j'ai été empêché par mon service durant l'hiver dernier, je supplie Votre Altesse, ainsi que j'en ai déjà prié monsieur le prince de Schwarzenberg de daigner m'accorder la permission de diriger par l'Italie mon retour à Vienne. J'attends avec impatience les ordres de Votre Altesse et je m'y soumettrai avec un empressement conforme aux sentiments les plus respectueux, dont je la supplie d'agréer les hommages.

Zurich, le 27 juillet 1815.

Ce qui précède est la copie de mon rapport à votre Altesse, expédié par le ministre de France, monsieur le comte de Talleyrand. Ayant appris qu'il fait son voyage à petites journées, j'ai l'honneur d'en remettre à Votre Altesse le duplicat et je joins à la prière de daigner me faire parvenir ses ordres, celle de recevoir avec bonté l'assurance de mon profond respect.

Bâle, le 4 juillet ) 1815.

Seiner Excellenz dem Herrn General Bach

mann.

Basel, den 31. Juli 1815. Ich habe die Ehre gehabt, die Zuschrift Eurer Excellenz zu erhalten, und indem ich für die mir damit gemachte Anzeige von der Niederlegung des Kommandos der eidgenössischen Truppen danke, kann ich nicht umhin, Eurer Excellenz zu bezeugen, wie sehr es mir leid thut, Sie von dieser Stelle in einem Augenblicke sich entfernen zu sehen, wo noch so Vieles zu thun übrig bleibt, und wo die von Ihnen früher geleisteten wesentlichen Dienste zu den schönsten Erwartungen auch für die Zukunft berechtigten.

Der Zweck meiner Sendung vei der Tagsatzung ist erfüllt, und ich habe bereits um meine Rückberufung angehalten, die ich auch nächstens zu erhalten hoffe. Eines der angenehmsten Andenken, die ich aus der Schweiz mitnehme, ist die Ehre Ihrer Bekanntschaft und der mir von Ihnen

1) Ohne Zweifel verschrieben, soll « août » heissen.

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