Über den Einfluss der germanischen Sprachen auf die finnisch-lappischen: Eine sprachgeschichtliche UntersuchungBuchhandlung des Waisenhauses, 1870 - 188 pages |
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Ueber den Einfluss der germanischen Sprachen auf die finnisch-lappischen Thomsen Affichage du livre entier - 1870 |
Über den Einfluss der germanischen Sprachen auf die finnisch-lappischen ... Vilhelm Thomsen Affichage du livre entier - 1870 |
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Expressions et termes fréquents
altn altsl altsw anlaut auslaut bedeutung beispiele besonders Budenz čerem consonanten deutschen dialekten diess diphthong dorp.-ehst ehst ehst.-sw Ehstland ehstnischen einfluss einigen einzelnen endung entlehnungen erst fällen fast findet finn finnischen sprachen Finnland flexion form Friis Sprogpr germ germanischen sprachen gewiss gewöhnlich gotischen Gramm Hiervon indessen Ingermanland inlaut jedesfalls jetzt jüngeren entlehnungen Kalevala kansa karelischen kauto kommt könnte közlem kumina kurzer vocal lapp lappischen Leem lehnwörtern lett lich litauischen livischen máni meisten miekka Miklosich mordw mundarten muss namentlich neuere entlehnung nord nordischen sprachen norw Nyelvtud Nyland paita pers Philol Rietz russ russ.-kar Ruszwurm Rydqvist sakko scheint schwedischen selten silbe slaw sowol speciell stamm stammauslaut Stockfleth stöð Suomi syrj Tidskr übergang übrigen Ueber unsere urspr ursprünglich verschiedenen verwandt vielleicht volk vorkommen wahrscheinlich weniger weps wepsischen wieder wogul wort wortverz ztschr
Fréquemment cités
Page 2 - ... ausreiche, um alle übereinstimmungen in den sprachen beider völkerstämme zu erklären. Freilich heisst es gleich darauf (vgl. s. 2). „Aber selbst wenn man nun wirklich in -diesen und ähnlichen wörtern erinnerungen an eine urverwandtschaft sehen wollte, so giebt es doch daneben eine menge von wortübereinstimmungen, die sich unmöglich auf diese weise erklären lassen, die vielmehr theils durch ihre form, theils durch ihre geringere verbreitung sich mehr oder weniger deutlich als entlehnungen...
Page 102 - Ich sehe für den augenblick keinen ändern ausweg, als anzunehmen, dass der finnische stamm vor wenigstens anderthalb oder zwei Jahrtausenden dem einflusse verschiedener, wenn auch einander nahestehender, germanischer sprachgestaltungen ausgesetzt gewesen sei, und zwar theils einer gotischen, die aber auf einer älteren stufe gestanden haben muss als die, welche wir aus Vulfila kennen, theils einer nordischen, theils vielleicht einer noch älteren gemeinsamen gotisch-nordischen.
Page 7 - ... malleus maximus wurde das dän. mukker nnl. moker entnommen, kein anderer deutscher dialect kennt den ausdruck und ein finnischer schmiedegesell wird ihn nicht erst in später zeit nach Dänmark und den Niederlanden getragen, er musz von frühe her in diesen strichen gehaftet haben. der nordischen mundart scheinen aber alle solche ausdrücke aus dem finnischen zugeführt, die sie mit den übrigen Deutschen nicht gemein hat.
Page 3 - Hier scheint der s - laut klar zu beweisen, dass das wort nicht einer ursprünglichen verwandtschaft mit den indogermanischen sprachen zu verdanken ist, in denen die grundform * kanta - m lautet, sondern- entweder aus einer arischen (indisch - persischen) oder einer slawisch - litauischen sprache aufgenommen sein muss, da nur diese ursprüngliches k in einen s-laut verwandeln, vgl.
Page 150 - ... abzuleiten. Indessen passt die ganze form nicht recht (vgl. 58 anm. 3) und sie stimmt namentlich nur schlecht zu dem alter, welches das wort, seiner Verbreitung nach zu schliessen, haben muss. Es scheint mir daher sehr zweifelhaft, ob es überhaupt, oder wenigstens aus den germanischen sprachen entlehnt ist.
Page 27 - ... jetzigem an taa). Vergleichen wir nun diese formen mit den wepsischen und livischen, so wird es wahrscheinlich, dass die schwache form von k, t, p ursprünglich in allen fällen g, d, b war; aber b muss gewiss bereits frühzeitig in denselben fällen weps. oiged, lapp, vuojggad; sanaa (Infinitiv von sana, wort) für * s an ata, weps.
Page 71 - Thomsen folgert hieraus selbst s. 93 anm. 2 bereits vermutungsweise, 'dass vielleicht der unterschied im germanischen einmal ein ähnlicher gewesen sei wie im finnischen, nämlich dass der stammauslaut nur nach einer kurzen Wurzelsilbe -ja- war, sonst aber -ia-.' Hiernach scheint es allerdings, als ob die betreffende Scheidung im finnischen nicht volle beweiskraft habe, da sie eventuell durch speciell finnische lautgesetze erklärt werden kann; aber im Zusammenhang wird man doch das argument mit...
Page 3 - Aber auf der andern seite beweist die grosse verbreitung des wortes, dass die entlehnung ausserordentlich alt ist und vielleicht schon der gemeinsamen grundsprache zufällt, sofern man nicht annehmen will, was doch wegen der genauen übereinstimmung kaum wahrscheinlich ist, dass wir hier eine parallele entlehnung haben, wie zb in dem ausdruck für 'tausend': denn während ung. ezer, wog. sater, ostj. t'aras, t'ores (ostj. t ist oft = urspr. s), wotj. und syrj. s'urs aus einer arischen sprache entlehnt...
Page 61 - Diess muss für die fälle genügen, wo das finnisch-lap- 72 pische einen vocal an worte augefügt hat, welche in der stammsprache consonantisch auslauteten. In einer menge anderer worte hat dagegen die endung keinen so späten und zufälligen charakter, sondern sie muss auf die eine oder andere weise bereits in der stammsprache vorhanden gewesen sein. Diess gilt zunächst von allen den wörtern, die in den neueren sprachen auf einen vocal ausgehen, namentlich von allen schwachen nominibus. Aber...
Page 1 - Yon den meisten gelehrten wird diese sprachfamilie wiederum mit mehreren andern, namentlich der samojedischen, tatarischen, mongolischen und tungusischen, zu einem grossen stamme zusammengestellt, dem ural-altaischen (turanischen); indessen kann diese verwandtschaft keineswegs als eine ausgemachte thatsache betrachtet werden, sondern höchstens als etwas mehr oder weniger wahrscheinlich; denn die strengern beweise mangeln noch und werden nicht eher geliefert werden können, als bis jede einzelne...
