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recte vnd frygheit tho latende vnd sse dar anne bescharmen, Vnde alle ere Priuilegia Frygheit Recht und alle erlike ssede vnd wanheit auer alle dessse vorschreuen lande Szegel vnd breue, vor vns vnsse Eruen, vnde nakomelinge samptlik vnd eyn Islick besundergen, stede vastholden, De bunden vnd lansten In deme hartichrike schollen neyn' gerichte effte gewalt auer de prelathen, vnd Eddele lude hebben, de ock nicht vordhelen, ahn erem egen liue vnd gude, edder In Jeniger mathe, mit dennschen lanthrechte vorfolgen, Dat Szant vnde grunt egher scholen nicht scheden ane des Prelathen, efste eddelmans oreme Sormarcket, vnd ornum dat sse yn besittinge vnd In brukinge hebben, edder mit erem lachhouende beholden hebben offte beholden willen, De prelathen vnd Ridderschup In den vorgeschreuen Furstendome Slesswigkynde Holsten scholen hebben Hals vnd Handtt, vnd dat hogeste gerichte, auer ore vnderssathen, vnd deners sunder allen myddell, vnde der Fursten bewer offte vorhinderinge dorch sse effte cre Amptlude edder beuelhebbere, vth vorbeholden furstliger ouericheit vnd gemeynerlandtuolginge vnd ock furstliker prerogation Dat prelathen, vnd Adell In den vorbenomeden Furstendome scholen bauen recht vnd rechts irbedinge vppe de gemeynen Mansschupp Prelathen, Redemän vnd Stede dorch de Fursten, edder ere beuelhebbere nicht vorweldiget auerfallen edder vor vnrechtet werden, Vnde wowol dat Furstendoem Slesswigk, van dem Ryke tho Dennemarcke tho lene geyth, scholen doch de Inwoner buthen landes nicht appelleren mogen sunder vor vns vnssen prelathen, reden vnd Ridderschupp der Furstendome Slesswigk vnd Holsten, sick In rechte entscheden lathen, Men schall ock In den vorbenomeden vnssen Furstendomen, neyne Acksisse Tollen edder besweringe effte Jenige vnplicht, den prelaten Riddersschupp Mansschupp offte Steden, vnde allen Ingesetenen vpleggen, bauen fulbordt der gemeynen, Manschupp,. Eyn Islick Prelate effte eddelmann schal van den Jennen, dat he to syner koken bederueth, vnd van syner varne haue vnd buwhaue ock andern synen Kornen Renthen, nicht tollen, De Inwoner vnde Ingesethen, der vorschreuen Furstendome Slesswigk vnd Holsten, he sy geistlick edder wertlick, scholen nicht plichtich syn buthen den gesechten Furstendomen tho denende edder tho volgende offte hulpe tho donde, men vormogen sse denne dar tho mit ssolde, Nemande scholen Wy vth desssen vorgeschreuen landen, yn ssaken dede lyff ere vnd gudt belangen, vor vns buthen den Furstendomen tho Rechte laden, Men eyn Islick schal syn recht, bynnen landes ssoken, vor vns vnde dessser lande prelathen, Rede vnd män Schall ock dorgh neyne denssche edder vth heymessch gerichtet werden, Desssen landen vorbenometh lauen Wy na alleme vnseme vormoge holden an guden frede, vnde dat se bliuen, ewich thosamende vngedelet dar vmme schall neymant feyden, den andern, Men eyn Islick schal sick nogen lathen in rechte, vppe dat ssodan vrede, des tho beth geholden werde, Scholen wy vnd willen vnse Amptmahnne alsse Drosthen Marschalcke Schencken Kokenmeister Vogede, vnd der geliken, hebben ahn desssen landen, Inwoner dessser lanth vnde ouer vnsse Slothe Borge vnde lene darsuluest doen ynd anders nemande wertliken luden, dede van

dem addell bynnen landes gebaren synt, Men schall ock twye des Jahres gemeyne landtdage vorschriuen, Achtedage na Passchen In dem Furstendome Slesswigk bynnen Flensborch, vnd Achtedage na Michaelis In deme Furstendome tho Holsten, bynnen dem Kyle, vnd allssdar alle vnd Islike ssake vorhoren vnd mit rechte scheiden, Wes de lanthdroste vnd landessmarschalck mit anderen vnssen Reden, dede sse dar tho gebruken, desssen vorgeschreuen Furstendomen tho besthen, vnd tho bestande nuttest bedencken konen, myt thohopessate eynicheit vnd vrede vptorichtende lantfrede to bedende, myt naberen to vorwetende, wes sse der haluen beden schicken, effte setten, wo dat vns nicht tho schaden vnd nadell sy: stede vast holden, Wy lathen ock to vnde befulborden, In Crafft dessses breues dat de landtdroste, offte Marschalck, vnd vnsse rede, mogen vorfolgen vnde Rechten de Jennen dede hir ent Jegene dön, Weret ssake dat Jenich toch vyenthdichliker wisse bynnen edder buthene landes, vorhanden worde, dar Jemant gefangen edder gegrepen worde denn schole wy vosse eruen vnd nakomelinge vorplichtet syn van vengkenissse vnd veltschaden tho quitene, vnde to lossende, Wy scholen vnd willen ock In den Furstendomen Slesswigk Holsten Stormaren, nene andere munthe ansetten, Men alsse tho lubecke vnd hamborch genge vnd geue ys Alle desse vorgeschreuen, articule lauen vnd Szweren Wy Frederick vpgenant, lyffliken In den hilligen by vnssenn koningliken eren truwen vnd gelouen stede vast vnd vnuerbroken, ewichliken tho holdende, vnd vor vns eruen vnde nakomelinge alle dessse vorschreuen Articule stucke vnd puncte sampt vnde eyn Islick besundergen, den Hochwerdigen vnd Werdigen Gestrengen Erenthuesthen vnd Erssamen Hern, Prelathen, Riddersschupp Mansschuppvnd gemeynen Inwoneren der Furstendome Slesswigk Holsten vnd Stormarn eren nakomelingen, vnde eren eruen, vnd to truwer handt Reden dersuluen Furstendome stede vnd vast ewigen vnuorbroken tho holdende, sunder arg vnde ane geuerde, Vnde hebben des vnsse Furstelike Secrete nedden ahn desssen breff mit frygen Willen Wethene ynd vulborde tho Staduestinge vnde Orkunde der Wahrheit hangen latben, Dede gegeuen is In vnser Stadt Kyle Im Jare nha Christi vnses heren gebort dusent visshundert vnde veer vnde twintich ahm fridage nha vnsses Heren hemmelfahrt.

L. S. electi regis.

vnsse

)

V. Kopenhager Vergleich

1658. (Das Herzogthum Schleswig wird aus dem Lehensverband mit Dänemark losgesprochen und

für souverän erklärt.) Zu wissen, Als vermittelst Göttlicher Väterlichen Versehung, auch embsiger ganz sorgfältig - und unverdrossenen Bemühung, der von beeden Höchstpreislichen respective Crohn Franckreich und Respublicq von Engeland,

Schottland und Irrland, hierzu Gevolmächtigten Ambassadeurn Excell. Excell. zwischen beeden auch Hoch Löbl. Nordischen Crohnen, den 26 Februarii dieses Jahres, in Röeschild, ein unverbrechlicher Friede auffgerichtel, und von allen hohen Interessenten beständigst vollenzogen, auch selbigem Artic. 22 aussdrücklich und woll wissentlich inseriret, dass S. F. D. zu Schlesswig, Holstein Gottorff, zumahln wegen enge der Zeit, dero Commissarien in loco tractatuum so zeitlich nicht erscheinen mögen, dero habende gravamina et postulata , so der bei angeregten Frieden-Schlusse von beiden Königl. paciscirenden Theilen gemachten beliebniss nach, ad executionem pacis mit gezogen, und für abführung der Königl. Schwedischen Armée ihr Richtigkeit erlangen solten, bestehende:

1. In erlassung des üblichen Vassallagii über das Hertzogthum Schlesswig, und dessen zugehörigen Insulen und Landen, und hingegen einwilligung der unbeschränckten Souverainetaet über gedachtes Herzogthumb Schlesswig, oder sonst Süder Jüttland genant, mit allen zugehörigen Insulen und pertinentien.

2. Abtretung des Schlesswigschen Capituli, mit allen Juribus, wie auch einräumung des Ambts Schwabstedt mit seinen pertinentiis, wie solches tempore primae occupationis in seinen entscheiden und zubehörungen gewesen.

3. In abolitione Communionis, über Prälaten, Noblesse und dahin gehörigen, in den Fürstenthumben belegenen gesambten Ständen.

4. In erstattung des occasione hujus belli verursachten, auch Schrifftund mündlich versprochenen Schadens.

5. Leistung gnugsahmer Sicherheit, dass man die Fürstenthümbe, sonderlich S. Fürstl. Durchl. Antheil, derogestalt nicht mehr de facto überziehen, noch bequartiren wolle.

6. In entlicher abhelffung einer Geld - foderung die praequation genant.

7. In abführung von Anno 1635 restirenden Jährlichen verschriebenen 5000 Rthlr.

8. In abstellung der einseitig angemassten Superioritaet über das Closter Uetersen.

9. In verschiedenen andern gravaminibus, als auffhebung der über etzliche unter die gemeine Regierung gehörige Kircheu sich einseitig angemasseten visitation, Cassirung des zu Veltzeburg, in Schmälerung des Kiehlischen de facto angelegten newen Zolles, wegen des im Amte Tundern bey Sildt und Föhrde disputirlich gemachten Oestersangs, wegen der von den Königl. Holsteinischen Städten vorgenommenen separation des vier StädteGerichts, und Wahl deren Syndici, bey dem Closter Itzehoe, durch einseitige Vorlahdungen, der gemeinen Regierung zum praejuditz angemasseten Hoheit, so dann wegen der Wasserlösungen bey Rutenbül und Vahretofft, und was etwa dergleichen mehr sein möchten, dasselbe intra annum et diem vel amicabiliter vel via juris beizulegen, zwischen dato des getroffenenen Vergleichs, und 2 May selbigen Jahrs, gleich andern in dessen Frieden-Schluss begriffenen puncten, solten der billigkeit nach erörtert und abgethan werden. Und dan S. Fürstl. Durchl. durch dero Gevolmächtigte Gasandten diesem allen nach

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zuleben, in Zeiten gen Copenhagen abgefertiget, die auch dero Instruction zu folge, nach abgelegten curialien und ceremonien, das Hauptwerk angetreten, und mit der Königl. Dennemarkischen Herrn Herrn Commissarien Exc. Exc. vorschiedene so Schrist- als Mündliche communication und conference gepflogen, dass demnach endlich nach vielfältig gehabter Bemühung hochged. Herrn Herrn Mediatorn Exc. Exc. durch der Königl. Schwedischen allhier anwesenden Herrn Herrn Ambassadeurn Exc. Excell. cooperation und wohlmeintlichen Adsistence obigbesagte Sachen nachfolgender gestalt Güt- und Friedlich beigeleget und vereinbahret.

1. Anfänglich erlassen Ihre Königl. Majest. zu Dennemarck, Norwegen, nebst dero hochansehnlichen Herrn Reichss-Rähten, ans gutem wohlbedachtem Gemüthe, freyen willens, S. Fürstl. Durchl. dero Eheliche Mann Leibs-Erben, und dero Eheliche Descendenten, Männlicher linie, die Lehenss-empfangnüss über das Hertzogthumb Schlesswig der Insul Fehmarn, und allen deren pertinentien, Cediren und überlassen, in gegentheil höchstged. Fürstl. Durchl. nebst obgedachten dero Hohen angehörigen Ehemännlichen Descendenten, so lange deren ein einiger im Leben seyn wird, die Souverainität und das supremum Dominium una cum directo et utili über das Hertzogthumb Schlesswig, oder sonst Süder Jüttland genant, mit allen von höchstged. Crohn hieher gehörigen und dependirenden Insulen und pertinentien, immassen dass hierüber auffgerichtetes Diploma solches mit mehren besaget.

2. Tretten Ihr Königl. Majestät zu Dennemarck, Hertzog Friederichen zu Schlesswig, Holstein und dero Fürstl. Männlichen Erben, Männlicher Linien abe, den Halbschiedt des Thumb-Capittels zu Schlesswig, nebst seinen Juribus und Gerechtigkeiten, wie auch aller Jurisdiction über die Cathedral-Kirche, der Prediger und Kirchen-Diener, so wohl der Schulen, und darzu behörigen Bedienten, dessgleichen in Schlesswig und Lulfuss belegenen, vor diesem unter das Capitulum gehörige Unterthanen gesambte Häuser und sonst habende Gerechtigkeiten, wie nicht weniger das Ampt Schwabstäde, mit seinen Pertinentiis, wie solches von weiland Könige Christian dem vierten, und jetztregierender Königl. Majestät zu Dennemarck, Norwegen, bis auf diese Zeit besessen und possediret worden, ausgenommen die 18 Hufen, so Ihr Königl. Majestät an S. Fürstliche Gnaden Hertzog Ernst Günthern zu Schlesswig Holstein verkauffet, und begeben sich daneben die Herrn Reichs-Räthe für sich, und an statt des Reichs Dennemarck aller darauff gemachten praetentionen und absonderlichen ansspruchs, gestalt auch das hierüber ertheiltes Uhrkund mit mehren besaget.

3. Wegen abolition der bisshero geführten gemeinen Regierung über Prälaten, Ritterschafft und Städte, haben Ihr Königl. Majestät und Fürstl. Durchleuchtigkeit, alss beyde regierende Herren, zumahlen hieselbst wegen enge der Zeit, solchen Punct man nicht Hauptsächlich abthun können, sich verglichen, dass Sie bey erster ihrer Ankunfft in die Fürstenthümber, hierüber nähere freund-vätterliche Communication pflegen, und sich einer schliesslichen Meinung vereinbahren wollen.

4. Der Passus Satisfactionis des erlitteten Schadens halber bey vorgewesener Kriegs-Unruhe, ist in ansehung des remittirten Vasallagii über Schlesswig, auch bester beybehaltung unverrückten respective Freünd-vätterl. und Brüderlichen, wie auch Nachbahrlichen wohlwollens, zwischen Ihr Königl. Majestät und Fürstl. Durchl., wie auch dieser löblichsten Crohn Dennemarck, und Fürstenthümber, auch aller Eingesessenen und Angehörigen, von der HHn. Mediatoren Excell. Excell. dahin vermittelt, dass S. Fürstl. Durchl. denselben aus Lieb und Freundschaft wollen schwinden und fallen lassen.

5. Die gesuchte cautio, de Imposterum neq; nocendo neq; offendendo, wird von Se. Fürstl. Durchl., als die sich von Ihrer Königl. Majest. und diesen löblichsten Crohnen, nach nunmehr beigelegten Irrungen, alles Liebes und Gutes, auch aller Nachbahrlichen wohlwollenden Correspondence, dero Königl. und Nachbarlichen Versprechen zufolge, versichert halten, auch selbe mit aller geflissenheit und wohlanständigen affection beyzubehalten, und auff die Liebe posterität zu verpflantzen, von Hertzen geneigt, allerdings remittiret und nachgelassen.

6. Alss auch bey diesem sechsten Punct, abseiten Ihr Königl. Majest, angeführet, dass weilen dieser Punct auff Rechnung und gegen Rechnung bestünde, selbe aber wegen abwesenheit, theils deren, so sie geführet, alss auch andern Ursachen, nicht wol in so geschwinder eil abzuthun, die übrige specificirte Puncte auch viele Zeit, selbe gründlich hinzulegen, erfordern würden. So haben Ihr Fürstl. Durchl. auch hierin ihre Wilfährigkeit gar gerne contestiren, und dem Zufolge hiemit einwilligen wollen, dass non obstante, der in Instrumento Pacis praecise vorgesetzter terminus des 2. May verfliessen thäte, sie dennoch diese Ausstellung geschehen lassen könnten, Nurten, dass man in den ersten 6 Monaten sich über angeregte und ander Beschwerden, entweder freund-vätterlich vergliche, oder in denen darauf folgenden andern 6 Monaten in eventum zu vergleichen, einen Gerichtlichen Spruch, deme man sich zu beyden Theilen, ohne weitere Exception unterwürffe, veranlasse und erwarte. Und weilen allerhöchstged. I. Kön. Maj. auch hierbey die Erledigung ihrer babenden gravaminum, so sie künfftig specificiren werden, gesuchet, und hochged. Fürstl. Durchl. über diese so benambte als unbenambte Puncten reciprocè ein gleichmässiges zu observiren begehret, haben S. Fürstl. Durchl. auch nicht ungerne sich mit dazu verstanden; Alss seynd damit in Gottes Nahmen die nahmhafft gemachte gravamina et postulata mit allerseits guten Vergnügen, theils Hauptsächlich, theils provisionaliter abgethan, annebst bei Königl. und Fürstl. Worten, dann auch wahren Worten und Glauben beständigst versprochen, bierüber zu halten, davon unter keinen praetext, wie die auch Nahmen haben möchte, oder von Menschen Sinnen erdacht werden könte, abzuweichen, auch diese nicht weniger als in dem Friedens-Schluss aussgedrückte Puncte, unverbrüchlich und lediglich zu beobachten, und dahin zu gedencken, wie diese abereinsten auffgerichtete gute Verständnüsse bey kräfften erhalten, und auf allerseitige liebe Posteritet, getreulich transmittiret, und weiter gepflantzet werden möchte.

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