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Schottland und Irrland, hierzu Gevolmächtigten Ambassadeurn Excell. Excell. zwischen beeden auch Hoch Löbl. Nordischen Crohnen, den 26 Februarii dieses Jahres, in Röeschild, ein unverbrechlicher Friede auffgerichtel, und von allen hohen Interessenten beständigst vollenzogen, auch selbigem Artic. 22 aussdrücklich und woll wissentlich inseriret, dass S. F. D. zu Schlesswig, Holstein Gottorff, zumahln wegen enge der Zeit, dero Commissarien in loco tractatuum so zeitlich nicht erscheinen mögen, dero habende gravamina et postulata, so der bei angeregten Frieden-Schlusse von beiden Königl. paciscirenden Theilen gemachten beliebniss nach, ad executionem pacis mit gezogen, und für abführung der Königl. Schwedischen Armée ihr Richtigkeit erlangen solten, bestehende:

1. In erlassung des üblichen Vassallagii über das Hertzogthum Schlesswig, und dessen zugehörigen Insulen und Landen, und hingegen einwilligung der unbeschränckten Souverainetaet über gedachtes Herzogthumb Schlesswig, oder sonst Süder Jüttland genant, mit allen zugehörigen Insulen und pertinentien.

2. Abtretung des Schlesswigschen Capituli, mit allen Juribus, wie auch einräumung des Ambts Schwabstedt mit seinen pertinentiis, wie solches tempore primae occupationis in seinen entscheiden und zubehörungen gewesen.

3. In abolitione Communionis, über Prälaten, Noblesse und dahin gehörigen, in den Fürstenthumben belegenen gesambten Ständen.

4. In erstattung des occasione hujus belli verursachten, auch Schrifftund mündlich versprochenen Schadens.

5. Leistung gnugsahmer Sicherheit, dass man die Fürstenthümbe, sonderlich S. Fürstl. Durchl. Antheil, derogestalt nicht mehr de facto überziehen, noch bequartiren wolle.

6. In entlicher abhelffung einer Geld - foderung die praequation genant.

7. In abführung von Anno 1635 restirenden Jährlichen verschriebenen 5000 Rthlr.

8. In abstellung der einseitig angemassten Superioritaet über das Closter Uetersen.

9. In verschiedenen andern gravaminibus, als auffhebung der über etzliche unter die gemeine Regierung gehörige Kircheu sich einseitig angemasseten visitation, Cassirung des zu Veltzeburg, in Schmälerung des Kiehlischen de facto angelegten newen Zolles, wegen des im Amte Tundern bey Sildt und Föhrde disputirlich gemachten Oesterfangs, wegen der von den Königl. Holsteinischen Städten vorgenommenen separation des vier StädteGerichts, und Wahl deren Syndici, bey dem Closter Itzehoe, durch einseitige Vorlahdungen, der gemeinen Regierung zum praejuditz angemasseten Hoheit, so dann wegen der Wasserlösungen bey Rutenbül und Vahretofft, und was etwa dergleichen mehr sein möchten, dasselbe intra annum et diem vel amicabiliter vel via juris beizulegen, zwischen dalo des getroffenenen Vergleichs, und 2 May selbigen Jahrs, gleich andern in dessen Frieden-Schluss begriffenen puncten, solten der billigkeit nach erörtert und abgethan werden. Und dan S. Fürstl. Durchl. durch dero Gevolmächtigte Gasandten diesem allen nach

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zuleben, in Zeiten gen Copenhagen abgefertiget, die auch dero Instruction zu folge, nach abgelegten curialien und ceremonien, das Hauptwerk angetreten, und mit der Königl. Dennemarkischen Herrn Herrn Commissarien Exc. Exc. vorschiedene so Schrist - als Mündliche communication und conference gepflogen, dass demnach endlich nach vielfältig gehabter Bemühung hochged. Herrn Herrn Mediatorn Exc. Exc. durch der Königl. Schwedischen allhier anwesenden Herrn Herrn Ambassadeurn Exc. Excell. cooperation und wohlmeintlichen Adsistence obigbesagte Sachen nachfolgender gestalt Güt- und Friedlich beigeleget und vereinbahret.

1. Anfänglich erlassen Ihre Königl. Majest. zu Dennemarck, Norwegen, nebst dero hochansehnlichen Herrn Reichss-Rähten, ans gutem wohlbedachtem Gemüthe, freyen willens, S. Fürstl. Durchl. dero Eheliche Mann Leibs-Erben, und dero Eheliche Descendenten, Männlicher linie, die Lehenss-empfangnüss über das Hertzogthumb Schlesswig der Insul Fehmarn, und allen deren pertinentien, Cediren und überlassen, in gegentheil höchstged. Fürstl. Durchl. nebst obgedachten dero Hohen angehörigen Ehemännlichen Descendenten, so lange deren ein einiger im Leben seyn wird, die Souverainität und das supremum Dominium una cum directo et utili über das Hertzogthumb Schlesswig, oder sonst Süder Jüttland genant, mit allen von höchstged. Crohn hieher gehörigen und dependirenden Insulen und pertinentien, immassen dass hierüber auffgerichtetes Diploma solches mit mehren besaget.

2. Tretten Ihr Königl. Majestät zu Dennemarck, Hertzog Friederichen zu Schlesswig, Holstein und dero Fürstl. Männlichen Erben, Männlicher Linien abe, den Halbschiedt des Thumb-Capittels zu Schlesswig, nebst seinen Juribus und Gerechtigkeiten, wie auch aller Jurisdiction über die Cathedral-Kirche, der Prediger und Kirchen-Diener, so wohl der Schulen, und darzu behörigen Bedienten, dessgleichen in Schlesswig und Lulfuss belegenen, vor diesem unter das Capitulum gehörige Unterthanen gesambte Häuser und sonst habende Gerechtigkeiten, wie nicht weniger das Ampt Schwabstäde, mit seinen PertiDentiis, wie solches von weiland Könige Christian dem vierten, und jetztregierender Königl. Majestät zu Dennemarck, Norwegen, bis auf diese Zeit besessen und possediret worden, ausgenommen die 18 Hufen, so Ihr Königl. Majestät an S. Fürstliche Gnaden Hertzog Ernst Günthern zu Schlesswig Holstein verkauffet, und begeben sich daneben die Herrn Reichs-Räthe für sich, und an statt des Reichs Dennemarck aller darauff gemachten praetentionen und absonderlichen ansspruchs, gestalt auch das hierüber ertheiltes Uhrkund mit mehren besaget.

3. Wegen abolition der bisshero geführten gemeinen Regierung über Prälaten, Ritterschafft und Städte, haben Ihr Königl. Majestät und Fürstl. Durchleuchtigkeit, alss beyde regierende Herren, zumahlen hieselbst wegen enge der Zeit, solchen Punct man nicht Hauptsächlich abthun können, sich verglichen, dass Sie bey erster ihrer Ankunfft in die Fürstenthümber, hierüber nähere freund-vätterliche Communication pflegen, und sich einer schliesslichen Meinung vereinbahren wollen.

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4. Der Passus Satisfactionis des erlitteten Schadens halber bey vorgewesener Kriegs-Unruhe, ist in ansehung des remittirten Vasallagii über Schlesswig, auch bester beybehaltung unverrückten respectivè Freünd-vätterl. und Brüderlichen, wie auch Nachbahrlichen wohlwollens, zwischen Ihr Königl. Majestät und Fürstl. Durchl., wie auch dieser löblichsten Crohn Dennemarck, und Fürstenthümber, auch aller Eingesessenen und Angehörigen, von der HHn. Mediatoren Excell. Excell. dahin vermittelt, dass S. Fürstl. Durchl. denselben aus Lieb und Freundschaft wollen schwinden und fallen lassen.

5. Die gesuchte cautio, de Imposterum neq; nocendo neq; offendendo, wird von Se. Fürstl. Durchl., als die sich von Ihrer Königl. Majest. und diesen löblichsten Crohnen, nach nunmehr beigelegten Irrungen, alles Liebes und Gutes, auch aller Nachbahrlichen wohlwollenden Correspondence, dero Königl. und Nachbarlichen Versprechen zufolge, versichert halten, auch selbe mit aller geflissenheit und wohlanständigen affection beyzubehalten, und auff die Liebe posterität zu verpflantzen, von Hertzen geneigt, allerdings remittiret und nachgelassen.

6. Alss auch bey diesem sechsten Punct, abseiten Ihr Königl. Majest, angeführet, dass weilen dieser Punct auf Rechnung und gegen Rechnung bestünde, selbe aber wegen abwesenheit, theils deren, so sie geführet, alss auch andern Ursachen, nicht wol in so geschwinder eil abzuthun, die übrige specificirte Puncte auch viele Zeit, selbe gründlich hinzulegen, erfordern würden. So haben Ihr Fürstl. Durchl. auch hierin ihre Wilfährigkeit gar gerne contestiren, und dem Zufolge hiemit einwilligen wollen, dass non obstante, der in Instrumento Pacis praecise vorgesetzter terminus des 2. May verfliessen thäte, sie dennoch diese Ausstellung geschehen lassen könnten, Nurten, dass man in den ersten 6 Monaten sich über angeregte und ander Beschwerden, entweder freund-vätterlich vergliche, oder in denen darauf folgenden andern 6 Monaten in eventum zu vergleichen, einen Gerichtlichen Spruch, deme man sich zu beyden Theilen, ohne weitere Exception unterwürffe, veranlasse und erwarte. Und weilen allerhöchstged. I. Kön. Maj. auch hierbey die Erledigung ihrer habenden gravaminum, so sie künfftig specificiren werden, gesuchet, und hochged. Fürstl. Durchl. über diese so benambte als unbenambte Puncten reciprocé ein gleichmässiges zu observiren begehret, haben S. Fürstl. Durchl. auch nicht ungerne sich mit dazu verstanden; Alss seynd damit in Gottes Nahmen die nahmhafft gemachte gravamina et postulata mit allerseits guten Vergnügen, theils Hauptsächlich, theils provisionaliter abgethan, annebst bei Königl. und Fürstl. Worten, dann auch wahren Worten und Glauben beständigst versprochen, bierüber zu halten, davon unter keinen praetext, wie die auch Nahmen haben möchte, oder von Menschen Sinnen erdacht werden könte, abzuweichen, auch diese nicht weniger als in dem Friedens-Schluss aussgedrückte Puncte, unverbrüchlich und lediglich zu beobachten, und dahin zu gedencken, wie diese abereinsten auffgerichtete gute Verständnüsse bey kräfften erhalten, und auf allerseitige liebe Posteritet, getreulich transmittiret, und weiter gepflantzet werden möchte.

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Schliesslichen ist auch von J. K. M. und Fürsl. Durchl. beliebet, dass fürtersahmhst, vermittelst dazu hinc inde erwehlenden Commissarien, die Manck-Güter, sonderlich im Ambte Hadersleben und Schwabstedt nach der billigkeit und wehrt, so viel thun und müglich, sollen permutiret und aus einander gesetzet werden.

In Uhrkund dessen und zu unwidersprechlicher Haltung obiges alles haben die Wohlgebohrne Herren, Herr Hugo Terlo, Ritter von St. Johann in Jerusalem, Rath des Christl. K. in Franckr. und Ordinar-Ambassadeur am K. Schwedischen Hofe, und Hr. Phil. Meadowe, Commissarius und Ambassadeur am K. Dennem. Hofe, als Hn. Hn. Mediatorn Excell. Excell. wie auch die K. Schwed. Ambassadeurs Excell. Excell. die wohlgeb. Herren, Hr. Steno Bilcke, Freyherr zu Corpo, Hr. zu Geddeholm, Grossöen, und Tünga, J. K. M. und dero Reiche Schweden Rath, Admiral und Admiralitäts-Rath und Herr Peter Julius Cojet, auf Bentzboda Erbgesessen, Ritter Ihr Kön. Maj. zu Schweden Hof-Rath, Secretarius status, und Assessor im General-Commercien-Collegio, als beederseits Königl. Assistenten, So dann der Wohlgeb. Herr Heinrich Rantzaw, zu Schöneweyde Erbgesessen, Ritter, Königl. Dennemärckischer Reichs-Rath und Amtmann auff Ackier, und der Hoch-Edelgebohrne Friederich von Ahlefeld, Königl. Dennemärckischer Landrath in den Fürstenthümen Schlesswig, Holstein, und General Kriegs – Commissarius, der regierenden Fürstl. Durchl. zu Schlesswig, Holstein, hierzu gevollmächtigte Gesandte, der Wohlwürdig, Wohl-Edler, Gestrenger Johann Adolph Kielmann, Höchstged. I. Durchl. geheimter- und Cammer - Rath, Hof - Cantzler, Amtmann auf Mohr - Kirchen. Thum - Probst in Hamburg und Erbgesessenen auf Satrupholm, und der WolEdelgeborner, Gestrenger Levin Clauss Moltke mehr höchstged. J. F. Durchl. geheimter- und Cammer-Rath, Erbgesessen auf Knop, dieses unterschrieben und seynd hierüber zwey Instrumenta eines Inhalts, davon I. Kön. Maj. das eine, und I. Fürstl. Durchl. das andere zu sich genommen, verfertiget worden,

So geschehen in Copenhagen, den 12. May, Anno 1658.

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Souverainitaetsdiplom.

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Wir Friderich der III. von Gottes Gnaden zu Dennemarck, Norwegen, der Wenden und Gothen König, Hertzog zu Schlesswig, Holstein, Stormarn und der Dithmarschen, Graff zu Oldenburg und Delmenhorst, thun Kund und bekennen hiemit für Uns, alle nachkommende Könige in Dennemarck, gegen Jedermänniglichen, alss für Jahren, und zwar in Anno 1326. König Woldemar, mit Consens und Einwilligung dieser löblichsten Crohn Reichs-Räthen, wegen diesem Reiche vielfach erwiesenen getrewen Diensten, Graff Gerharden von Holstein und seine mit beschriebenen, mit dem Hertzogthumb Schlesswig belehnet, sothane Belehung auch nachgehends weiter auf die Löbl. Oldenburgische Linie verstammet, und bis auff gegenwertige Stunde unverrucket dabey geblieben, gleichwohl wahrgenommen, dass zu Zeiten, so wohl wegen gedachten Lehens-Eigenschafft und qualität, als andern Umbständen, Zwiespalt und Nach

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4. Der Passus Satisfactionis des erlitteten Schadens halber bey vorgewesener Kriegs-Unruhe, ist in ansehung des remittirten Vasallagii über Schlesswig, auch bester beybehaltung unverrückten respective Freünd-vätterl. und Brüderlichen, wie auch Nachbahrlichen wohlwollens, zwischen Ihr Königl. Majestät und Fürstl. Durchl., wie auch dieser löblichsten Crohn Dennemarck, und Fürstenthümber, auch aller Eingesessenen und Angehörigen, von der HHn. Mediatoren Excell. Excell. dahin vermittelt, dass S. Fürstl. Durchl. denselben aus Lieb und Freundschaft wollen schwinden und fallen lassen.

5. Die gesuchte cautio, de Imposterum neq; nocendo neq; offendendo, wird von Se. Fürstl. Durchl., als die sich von Ihrer Königl. Majest. und diesen löblichsten Crohnen, nach nunmehr beigelegten Irrungen, alles Liebes und Gutes, auch aller Nachbahrlichen wohlwollenden Correspondence, dero Königl. und Nachbarlichen Versprechen zufolge, versichert halten, auch selbe mit aller geflissenheit und wohlanständigen affection beyzubehalten, und auff die Liebe posterität zu verpflantzen, von Hertzen geneigt, allerdings remittiret und nachgelassen.

6. Alss auch bey diesem sechsten Punct, abseiten Ihr Königl. Majest, angeführet, dass weilen dieser Punct auff Rechnung und gegen Rechnung bestünde, selbe aber wegen abwesenheit, theils deren, so sie geführet, alss auch andern Ursachen, nicht wol in so geschwinder eil abzuthun, die übrige specificirte Puncte auch viele Zeit, selbe gründlich hinzulegen, erfordern würden. So haben Ihr Fürstl. Durchl. auch hierin ihre Wilfährigkeit gar gerne contestiren, und dem Zufolge hiemit einwilligen wollen, dass non obstante, der in Instrumento Pacis praecise vorgesetzter terminus des 2. May verfliessen thäte, sie dennoch diese Ausstellung geschehen lassen könnten, Nurten, dass man in den ersten 6 Monaten sich über angeregte und ander Beschwerden, entweder freund-vätterlich vergliche, oder in denen darauf folgenden andern 6 Monaten in eventum zu vergleichen, einen Gerichtlichen Spruch, deme man sich zu beyden Theilen, ohne weitere Exception unterwürffe, veranlasse und erwarte. Und weilen allerhöchstged. I. Kön. Maj. auch hierbey die Erledigung ihrer habenden gravaminum, so sie künfftig specificiren werden, gesuchet, und hochged. Fürstl. Durchl. über diese so benambte als unbenambte Puncten reciprocè ein gleichmässiges zu observiren begehret, haben S. Fürstl. Durchl. auch nicht ungerne sich mit dazu verstanden; Alss seynd damit in Gottes Nahmen die nahmhafft gemachte gravamina et postulata mit allerseits guten Vergnügen, theils Hauptsächlich , theils provisionaliter abgethan, annebst bei Königl. und Fürstl. Worten, dann auch wahren Worten und Glauben besländigst versprochen, hierüber zu halten, davon unter keinen praetext, wie die auch Nahmen haben möchte, oder von Menschen Sinnen erdacht werden könte, abzuweichen, auch diese nicht weniger als in dem Friedens-Schluss aussgedrückte Puncte, unverbrüchlich und lediglich zu beobachten, und dahin zu gedencken, wie diese abereinsten auffgerichtete gute Verständnüsse bey kräfften erhalten, und auf allerseitige liebe Posteritet, getreulich transmittiret, und weiter gepflantzet werden möchte.

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