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révolutions n'est pas de s'obstiner à détruire tout ce qu'elles ont édifié, et à relever tout ce qu'elles ont détruit. “Justice sans violence, réparation sans réaction, transaction prudente et équitable entre tous les intérêts, en utilisant et en mettant à profit tant de bonnes choses que nous ont léguées nos pères, sans cependant contrarier l'esprit de l'époque dans ce que ses inspirations ont de salutaire. Voilà ma politique.

Il y a dans la famille royale une question qui, prenant naissance à la fin du règne de mon auguste oncle le seigneur Ferdinand VII, a suscité la guerre civile. Je ne puis oublier ce que je dois à ma dignité personnelle, ni sacrifier les intérêts de mon auguste famille. Mais je vous l'assure dès à présent, Espagnols, il ne dépendra pas de moi que cette division que je déplore ne s'éteigne pour jamais. Il n'est pas de sacrifice compatible avec mon honneur et ma conscience auquel je ne sois disposé pour mettre un terme aux discordes civiles et hâter la réconciliation de la famille royale.

Je vous parle, Espagnols, à coeur ouvert. Je désire me présenter parmi vous avec des paroles de paix et non avec un cri de guerre! Ce serait pour moi le sujet d'une grande douleur, si je me voyais jamais obligé de m'écarter de cette ligne de conduite. Dans tous les cas, je compte sur votre sens si droit, sur votre amour pour la famille royale et sur le secours de la divine Providence.

Si le ciel m'accorde le bonheur de fouler de nouveau le sol de ma patrie, je ne veux être entouré que de votre loyauté et de votre amour. Je ne veux avoir d'autre pensée au fond du coeur que celle de consacrer toute ma vie à effacer jusqu'au souvenir des discordes passées et de cimenter votre union, la prospérité générale, le bonheur de tous, ce qui ne me sera pas difficile, si, comme je l'espère, vous venez en aide à mes voeux ardens avec les qualités qui sont le cachet de votre caractère national, avec l'amour et le respect que vous portez à la sainte religion de nos pères, et cette magnanimité qui vous a toujours fait prodiguer votre sang quand il était impossible de la conserver sans tache. Bourges, 22. Mai 1815.

Charles-Louis.

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Portugal. Perhältnisse Portugals zu England. Portugal befindet fich seit der Mitte des fiebenzehnten Jahrhunderts in einer beständigen, dem Lande bald mehr bald weniger empfindlichen, für die Engländer selbst aber hödjst vortheilhaften Abhängigkeit von Großbritannien. Von 1580 bis 1640 war Portugal mit Spanien vereinigt; in legterem Jahre kam vermöge einer Verschwörung, die faft ohne alles Blutvergießen ablief, der Herzog Johann aus dem alten portugiefischen Regentenhause Braganza auf den portugiesischen Thron, Portugal trennte sich von Spanien und seine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit wurde endlid nach 25jährigem Kriege von dem spanischen Hofe im Frieden von Liffabon (13. Febr. 1668) unter englischer Vermittlung anerkannt. Seit dieser Trennung von Spanien suchte das kleine Land Verbindungen mit England, weldies solche auch sehr zuvorkommend einging, da die Engländer in Portugal, das fast gar keine Industrie befaß, und den portugiesischen Colonien einen höhst willkommenen Markt für ihre Manufacturartikel fanden. Der neue König Johann IV., im Kriege gegen das mächtige Spanien einer fremden Stüße sehr bedürftig, Tchidte im Jahr 1641 Abgesandte nach England, die dort sehr freundlich aufgenommen wurden, obgleich der spanische Gesandte dies sehr übel nahm und sogar von London abreiste. Sie schlossen mit dem englischen König Karl I. am 29. Jan. 1642 einen Freundschaftsund Handelsvertrag ab, welcher beiden Nationen den ungehinderten Handel und Verkehr auf den beiderseitigen Gebieten zusicherte und, wiewohl er fich, wenigstens nach der Auffassung der Portugiesen, auf Gegenseitigteit gründete, doch für die betriebsamen Engländer von weit größerem Vortheile war, als für die Einwohner Portugals, namentlich aber dem Absaß englischer Wollenwaaren den bedeutendsten Vorschub leistete. (Er findet fich abgedrudt in dem nach Moetjens genannten Recueil tom. III. p. 424; bet Dumont tom. VÍ. P. I. p. 238). Dieser Handelsvertrag

VI erhtelt eine noch weitere Ausdehnung zu Gunsten England's im Jahr 1654. Der portugiefische König Johann IV. war mit dem Protector

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Cromwell verfeindet worden und mit England in Krieg gerathen, weil er den Pfalzgrafen Ruprecht, der unter Karl I. englischer General war, und seinen Bruder Morij, welche nad Cromwell's Emporkommen England verlassen und fich mit einigen Schiffen nad Lissabon gezogen hatten, der Flotte des englischen Admirals Blake (1650) nicht auslieferte. Da nun Portugal fich mit Holland im Kriege befand und England im Begriff stand, den Holländern gleichfalls den Krieg zu erklären; so suchte sich der König von Portugal burd, eine äußerst glänzende Gesandtschaft, die er 1654 nach London schickte, mit dem Protector zu versöhnen. Diese Gesandtschaft vermittelte einen neuen Friedens - , Allianz- und Handelsvertrag zwischen England und Por: tugal, welcher am 10. Juli 1654 unterzeichnet wurde und für den wichtigsten derartigen Tractat zwischen beiden Reichen gilt. In vielen Punkten ist derselbe eine bloße Wiederholung des am 29. Jan. 1642 zwischen Johann IV. und Karl I. .geschlossenen Handelsvertrag's; andere wichtige Punkte aber sind neu hinzugekommen. Wir lassen die Urkunde, welche für die Grundlage des englischen Einflusses in Portugal angesehen werden kann, volftändig folgen; fie findet fich abgedruckt bei Moetjens recueil tom. III. p. 655. Die Portugiesen gestatteten in diesem Vertrage den Engländern nicht nur, auch von Portugal aus in die portugiesischen Colonien mit allen Waaren (ausgenommen Mehl, Fisde, Wein, Del und Brasilienholz) wie die Portugiesen zu handeln, sondern sie machten fich auch verbindlich, Schiffe von feiner anderen Nation, als von den Engländern, zu mietben. Die Engländer sollen in Portugal ihre eigene Gerichtsbarkeit und freie Religionsübung in Häusern und auf Schiffen haben. Auch englische Kriegssdiffe dürfen in portugiesischen Häfen ein: laufen, jedoch nicht mehr als sechs zur nämlichen Zeit. Der Vertrag bleibt für immer in Wirksamkeit und kann durch keinen anderen mit einer dritten Macht beschränkt oder aufgehoben werden. Der Krieg der Holländer mit den Engländern nahm die Kräfte der Holländer so sehr in Anspruch, daß es ihnen nicht möglich wurde, nach Brafilien, welches die Portugiesen angegriffen hatten, Unterstüßung zu shiđen, und so kam Brasilien im Januar 1654 in den Bejiß der Portugiesen, nachdem die Holländer dieses Land 30 Jahre lang inne gehabt hatten. Aber die Vertheile dieser Erwerbung floßen auch alsobald in die Hände der Engländer, die im Jahr 1703 wegen der Ausbeute der 1698 in Brasilien entdecten Goldminen einen eigenen Vertrag mit der portugiesischen Regierung abschlossen. Bei der Verbeirathung des engl. Königs Karl II. mit der portugiesisdien Prinzessin Katharina, zu welder bad englische Parlament mit Freuden seine Zustimmung gegeben hatte, wurde (18. Mai 1661) ein Bundes - und Ehevertrag abgeschlossen, der den Engländern neue Vortheile zusicherte. Portugal trat in diesem Vertrage Stadt und Festung Tanger an England ab, ebenso die Insel Bombai in Ostindien, damit aus ihrem Hafen die englischen Flotten den Portugiesen in Ostindien schneller zu Hülfe kommen

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tönnten; auf Ceylon fouten die Engländer, wenn diese Insel wieder für die Portugiesen erobert sein würde, den Hafen von Gale erhalten. Dagegen machte fich England berbindlich, Portugal mit allen seinen Rräften zu Wasser und zu Land zu verteidigen, zwei Infanterie- und zwei Cavallerieregimenter anzuwerben und vollzählig zu erhalten, die in Portugal stationirt sein sollten, und ebenso zehn seiner stärksten Kriegsschiffe zur fteten Unterstüßung Portugals bereit zu halten; auch sollte der König von Portugal das Recht haben, Soldaten in England zu werben. Am 27. Dez. 1703 wurde von dem englischen Gesandten Methwen insgeheim mit der portugiesischen Regierung der berühmte Meth wenBertrag *) in drei Artikeln abgeschlossen, nach welchem England den Zoll auf portugiesische Weine um ein Drittel tiefer feßt, als den auf französische, dagegen das Recht erhält, alle englischen Wollenmanufacturen, deren Einfuhr anderen Nationen verboten ist, für immer einzuführen.

Der portugiesische Minister Pombal (1739 portug. Gesandter in London, 1756 erster portug. Minister, st. 1782 im 83. Lebensjahre) läßt sich über dieses Verhältniß England's zu Portugal**) folgender Massen vernehmen. „Gromwell hat durch einen seinem Lande äußerst vortheilhaften Handelsvertrag in gewisser Weise die portugiesische Monarchie vernichtet. In diesem Vertrag war festgeseßt, daß England zugestanden werde, Portugal mit Wollentuch zu versorgen. Seit dieser Zeit waren die Gewerbe im Königreich erstorben, die vorigen Manufacturen Portugal's zu Grunde gerichtet, die Industrie fiechte dahin und hörte bald ganz auf. Jedes Kleidungsstüd, das die Nation brauchte, wurde aus England gebracht, und diese Einfuhr stieg jährlich auf 20 Millionen Truzados (2 Millionen Pfund St.). Eine Nation, die durch eine andere gekleidet wird, ist nicht weniger abhängig, als jene, welche die ersten Artikel des physischen Bedürfnisses von Außen empfängt, da für die Eristenz der Europäer Eines so wesentlich ist, als das Andere. Im Jahr 1754 erzeugte Portugal kaum Etwas zu seinem eigenen Unterhalt. Zwei Dritttheile seiner physischen Bedürfnisse wurden durch die Engländer befriedigt. Gin Land, das hinsichtlich seines Unterhalts von einem anderen abhängt, wird bald zu dessen Sclaven und ohne Shwertstreich leicht erobert. Zur vollkommenen Abhängigkeit fehlt Nichts, als der wirkliche Besik." In

Befiß Bezug auf den Handel äußert derselbe Minister: „England ist Meister des ganzen Handels von Portugal geworden und aller Verkehr des Landes

*) findet sich bei Chalmers collection of treaties between Great-Britain

and other powers tom. II, p. 303. Bei Martens nouveaux suppl. au recueil tom. I, p. 40 - 74 wird ein Report of the Lords of trade to the king in council vom 10. März 1767 abgedrudt, worin dieser Vertrag, sowie alle übrigen bis dahin abgeschlossenen englisch-portugiesischen Handelf,

verträge nach den wichtigsten Stellen im Auêjuge aufgeführt werden. **) Bergl. S däfer, Ged. v. Portugal, Band 5, S. 490.

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Cromwell verfeindet worden und mit England in Krieg gerathen, weil er den Pfalzgrafen Ruprecht, der unter Rar! I. englisder General war, und seinen Bruder Moriß, welche nac, Cromwell's Emporkommen England verlassen und fich mit einigen Schiffen nach Lissabon gezogen hatten, der Flotte des englischen Admirals Blake (1650) nicht auslieferte. Da nun Portugal fich mit Holland im Kriege befand und England im Begriff stand, den Holländern gleichfalls den Krieg zu erklären; fo suchte sich der König von Portugal durch eine äußerst glänzende Gesandtschaft, die er 1654 nach London shidte, mit dem Protector zu verföhnen. Diese Gesandtschaft vermittelte einen neuen Frieden 6 - , Allianz- und Handelsvertrag zwischen England und Por: tugal, welcher am 10. Juli 1654 unterzeichnet wurde und für den wichtigsten derartigen Tractat zwischen beiden Reichen gilt. In vielen Punkten ist derselbe eine bloße Wiederholung des am 29. Jan. 1642 zwischen Johann IV. und Karl I. geschlossenen Handelsvertrag's; andere wichtige Punkte aber sind neu hinzugekommen. Wir lassen die Úrkunde, welche für die Grundlage des englisden Einflusses in Portugal angesehen werden kann, vollständig folgen; sie findet fich abgedruckt bei Moetjens recueil tom. III. p. 655. Die Portugiesen gestatteten in diesem Vertrage den Engländern nicht nur, auch von Portugal aus in die portugiesischen Colonien mit allen Waaren (ausgenommen Mehl, Fisde, Wein, Del und Brafilienholz) wie die Portugiesen zu handeln, sondern sie machten fich auch verbindlich, Schiffe von keiner anderen Nation, alb von den Engländern, zu miethen. Die Engländer sollen in Portugal ihre eigene Gerichtsbarkeit und freie Religionsübung in Häusern und auf Siffen haben. Auch englische Kriegsschiffe dürfen in portugiesischen Häfen einlaufen, jedoch nicht mehr als sechs zur nämlichen Zeit. Der Vertrag bleibt für immer in Wirksamkeit und kann durch keinen anderen mit einer dritten Macht bedränkt oder aufgehoben werden. Der Krieg der Bolländer mit den Engländern nahm die Kräfte der Holländer so sehr in Anspruch, daß es ihnen nicht möglich wurde, nach Brafilien, welches die Portugiesen angegriffen hatten, Unterstüßung zu schiđen, und so kam Brasilien im Januar 1654 in den Befiß der Portugiesen, nachdem die Holländer dieses Land 30 Jahre lang inne gehabt hatten. Aber die Vortheile dieser Erwerbung floßen auch alsobald in die Hände der Engländer, die im Jahr 1703 wegen der Ausbeute der 1698 in Brasilien entdecten Goldminen einen eigenen Vertrag mit der portugiesischen Regierung abschlossen. Bei der Verheirathung des engl. Königs Karl II. mit der portugiesischen Prinzessin Katharina, zu welcher das englische Parlament mit Freuden seine Zustimmung gegeben hatte, wurde (18. Mai 1661) ein Bundes- und Ehevertrag abgeschlossen, der den Engländern neue Vortheile zusidyerte. Portugal trat in diesem Vertrage Stadt und Festung Danger an England ab, ebenso die Insel Bombat in Ostindien, damit aus ihrem Hafen die englischen Flotten ben Portugiesen in Dstindien sneller zu Hülfe kommen

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