Schriften, Volumes 5 à 6

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G. Reimer, 1828
 

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Page 178 - In trüber Ferne liegt die Welt, Es fällt in ihre dunkeln Schachten Ein Schimmer, den wir mit uns brachten: Warum sie nicht in wilde Trümmer fällt? Wir sind das Schicksal, das sie aufrecht hält! Ich komme mir nur selbst entgegen In einer leeren Wüstenei. Ich lasse Welten sich bewegen, Die Element' in Ordnung legen, Der Wechsel kommt auf meinen Ruf herbei Und wandelt stets die alten Dinge neu.
Page 215 - Sinnlichkeit und Wollust sind der Geist der Musik, der Malerei und aller Künste, alle Wünsche der Menschen fliegen um diesen Pol wie Mücken um das brennende Licht. Schönheitssinn und Kunstgefühl sind nur andere Dialekte und Aussprachen, sie bezeichnen nichts weiter als den Trieb des Menschen zur Wollust...
Page 353 - Raum spielend bewegten und umeinander gaukelten und sich verschlangen und bunt durcheinander wühlten. Bald versank der helle Ton in den tiefern, und dann erklang ein wunderbares Gemisch; bald spaltete sich ein dumpfer tiefer Klang wie ein Farbenstrahl in viele helle Streifen, die wie Sonnenblitze hochklingend...
Page 469 - Ungeheuersten nieder wirft, er die Stimme verliert, schluchzt, in Lachen ausbricht über seine Schwäche, sich knirschend aufrafft, und nun noch Donnertöne ausstößt, wie sie vorher noch nicht gehört waren. Alles, was Hamlet von der Gewalt sagt, die ein Schauspieler, der selbst das...
Page 177 - Zusammenhange, weil er seinem Wesen nach das Chaos nicht bemerken kann. Wie mit einem Zauberstabe schlägt der Mensch in die Wüste hinein und plötzlich springen die feindseligen Elemente zusammen, alles fließt zu einem hellen Bilde ineinander - er geht hindurch und sein Blick, der nicht zurücke kann, nimmt nicht wahr, wie sich hinter ihm alles von neuem trennt und auseinanderfliegt. Willkommen, erhabenster Gedanke, Der hoch zum Gotte mich erhebt! Es öffnet sich die düstre Schranke, Vom Tod...
Page 129 - Grenze alles Empfindbaren gekommen sind, und die Phantasie sich durch hundertmalige Exaltationen erschöpft hat - daß die Seele endlich ermüdet zurückfällt: alles umher erscheint uns nun in einer...
Page 353 - Aus meinen Kinderjahren fallen mir manche Tage ein, wo ich unaufhörlich etwas Greuliches und Entsetzliches denken mußte, wo ich statt meinem stillen Gebete Gott mit den gräßlichsten Flüchen lästerte und darüber weinte, und es doch nicht unterlassen konnte, wo es mich unwiderstehlich drängte, meine Gespielen zu ermorden, und ich mich oft schlafen legte...
Page 33 - Beobachtungen, wenn ich nun bemüht gewesen wäre, die Schönheiten der ganzen Natur in mich zu saugen, um dann ein fades, alltägliches Leben zu führen, von der Langeweile gequält, von allen meinen großen Ahndungen verlassen; - wie ein Gefangener, der seinen Ketten entspringt, im hohen Taumel durch den sonnbeglänzten Wald schwärmt und dann zurückgeführt, von neuem an die kalte gefühllose Mauer geschmiedet wird.
Page 293 - Rosa, warum bin ich nicht zufrieden und glücklich? Warum bleibt ein Wunsch nur so lange Wunsch, bis er erfüllt ist? Hab ich nicht alles, was ich verlangte? und dennoch werd ich immer weiter vorgedrängt, und auch im höchsten Genüsse lauert gewiß schon eine neue Begierde, die sich selbst nicht kennt. Welcher böse Geist ist es, der uns so durch alle Freuden anwinkt?
Page 581 - Ueberfiuß, kein Schnörkel, kein gothisches Beiwesen, nichts von jener romantischen Vermischung unsrer Tage, wo Sohle, Leder, Klappen, Falten, Püschel, Wichse, alles dazu beitragen muß, um...

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