German poetry; a selection collected by J.C.D. Huber

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J C D. Huber
1856
 

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Page 267 - Jehovah! dir kund ich auf ewig Hohn — Ich bin der König von Babylon! Doch kaum das grause Wort verklang, Dem König ward's heimlich im Busen bang. Das gellende Lachen verstummte zumal; Es wurde leichenstill im Saal. Und sieh! und sieh! an weißer Wand Da kam's hervor wie Menschenhand; Und schrieb, und schrieb an weißer Wand Buchstaben von Feuer und schrieb und schwand.
Page 267 - Ruh lag Babylon. Nur oben, in des Königs Schloß, Da flackert's, da lärmt des Königs Troß, Dort oben, in dem Königssaal, Belsazar hielt sein Königsmahl. Die Knechte saßen in schimmernden Reihn, Und leerten die Becher mit funkelndem Wein. Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht' So klang es dem störrigen Könige recht. Des Königs Wangen leuchten Glut; Im Wein erwuchs ihm kecker Mut. Und blindlings reißt der Mut ihn fort; Und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort. Und er brüstet...
Page 189 - Gegrüßet seid mir, edle Herrn, Gegrüßt ihr, schöne Damen! Welch reicher Himmel! Stern bei Stern! Wer kennet ihre Namen? Im Saal voll Pracht und Herrlichkeit Schließt, Augen, euch! Hier ist nicht Zeit, Sich staunend zu ergötzen. Der Sänger drückt' die Augen ein Und schlug in vollen Tönen; Die Ritter schauten mutig drein, Und in den Schoß die Schönen.
Page 187 - Nicht fürchtet der Schwache, der Friedliche mehr, Des Mächtigen Beute zu werden. Und der Kaiser ergreift den goldnen Pokal) ") Und spricht mit zufriedenen Blicken: Wohl glänzet das Fest, wohl pranget das Mahl, Mein königlich Herz zu entzücken; Doch den Sänger vermiss' ich, den Bringer der Lust, ") Der mit süßem Klang mir bewege die Brust Und mit göttlich erhabenen Lehren. ") So hab' ich's gehalten von Iugend an, Und was ich als Ritter gepflegt und gethan, ") Nicht will ich's als Kaiser entbehren.
Page 187 - Den Dank, Dame, begehr' ich nicht!" Und verläßt sie zur selben Stunde. Der Graf von Habsburg Zu Aachen in seiner Kaiserpracht, im altertümlichen Saale, saß König Rudolfs heilige Macht beim festlichen Krönungsmahle. Die Speisen trug der Pfalzgraf des Rheins, es schenkte der Böhme des perlenden Weins, und alle die Wähler, die sieben, wie der Sterne Chor um die Sonne sich stellt, umstanden geschäftig den Herrscher der Welt, die Würde des Amtes zu üben.
Page 185 - DER GRAF VON HABSBURG Zu Aachen in seiner Kaiserpracht Im altertümlichen Saale Saß König Rudolfs heilige Macht Beim festlichen Krönungsmahle. Die Speisen trug der Pfalzgraf des Rheins, Es schenkte der Böhme des perlenden Weins, Und alle die Wähler, die sieben, Wie der Sterne Chor um die Sonne sich stellt, Umstanden geschäftig den Herrscher der Welt, Die Würde des Amtes zu üben.
Page 186 - Herr Ritter, ist Eure Lieb so heiß, wie Ihr mir's schwört zu jeder Stund, ei, so hebt mir den Handschuh auf!
Page 182 - Zwinger, und hinein mit bedächtigem Schritt ein Löwe tritt und sieht sich stumm rings um, mit langem Gähnen, und schüttelt die Mähnen und streckt die Glieder und legt sich nieder.
Page 168 - Und als das Rolandslied wie ein Sturm erscholl, Da wallete manch Panier, manch Herze schwoll, Da brannten Ritter und Mannen von hohem Mut, Der Taillefer sang und schürte das Feuer gut. Dann sprengt...
Page 195 - Auf Pfeilern und auf Bogen schwer, aus Quaderstein von unten auf, lag eine Brücke drüber her, und mitten stand ein Häuschen drauf. Hier wohnte der Zöllner mit Weib und Kind. »O Zöllner! o Zöllner! entfleuch geschwind!« Es dröhnt und dröhnte dumpf heran, laut heulten Sturm und Wog ums Haus.

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