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de werden durch den Bund der Erregung 719on moga und den Bund der Sprache 7ioboo niga ausgedrudi, welche sowohl alo die oft daselbst vorkommenden Redent. arten von Begattungen D'11, der profane finnlid Mensch, der den Geist vom Körper, Das Bild von dem abgebildeten, das Beispiel von der Sache nicht zu son: dern und zu unterscheiden weiß, für anstößig batt, und sie verlacht und verachtet.

16) Betrachtet der Mensch, wie seine Seele den Körper regiert, so kann er davon abnehmen, wie Gott die Welt regiert. So wie der Mensch nur in so weit seine Seele wahrzunehmen im Standr ist, ale fie anf feinen Körper wirft, und darin fich modificirt, und auch dann fann er das rein Geistige in ihr nicht erfalleni, wie ed etwa damals in der Seele ausseben mag, wenn sie To oder anders auf den Körper einwirft, und um so wre. niger, wie sie sich in dem Zustande ihrer Ubgeschiedens heit von dem Körper befindet; eben so fanu nian auch Gott nur aus der Welt, nicht aber außer der Welt, nämlich in dem Zustande seiner ganzlichen abstraktion erkennen. In diesen Betrachte hat zwar unter den al. ten Maimonides, und unter den neuern Rant nicht unrecht, wenn sie sagen : Man fónne von Gott philofo. phifch, das heißt, außer der Welt nicht sprechen, und was man von ihm begreifen fann, ift.bloß negativ nobabes o wie auch alles Raisoniren über den Zustand der Seele 11 ihrer Abgezogenheit von dem Körper nichts ale citled ind leered Geschwäß ist. Wie aber die Kabbalah den: och von Gott positiv sprechen kann, und auch mit em vollsten Rechte davon spricht, dieß tann einem Laien i dieser Wissenschaft nicht begreifbar gemacht werden ; ohl aber fann es durch fleißiges und anhaltendes Øtu: eren derselben nebst den nöthigen Vorbereitungen und

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sonstigem Hinzuthun auf deni nur'den Eingeweiheten bes fannten Wege geschehen. Daß es aber wirklich auf eine art geschehen kann, ist erweislich, weil einerseits, wie bereits oben erwiesen wurde, Gott der Zweck der Welt, feine Erfenntniß die höchste Seligkeit, und die Schöps fung bloß seiner Erkenntniß wegen ihr Daseyn erhalten hat. Andererseits aber, das, da der Mensch mit aller feiner Philosophie und der angestrengtesten Vernnnft Gott positio zu erkennen nicht vernieg, Gott aber als das allgútigste Wesen, der das Beste seines Lieblings. geschöpfes, des Menschen nämlich, wünscht, und als der Allmächtige eß thun fann, von dem Menschen begrifs fer seyn will, so muß er unfehlbar auch für ein Mittel gesorgt haben, wodurch er von Menschen, denen es wah rer Ernst ijt, ihn positiv kennen zu lernen, und um die. se Erfenntniß fich eifrigst bestreben, positiv. erkannt wer. den fönne. Und dieses einzige, dem Menschen von Gott zu diesem Zwecke dargereichte Mittel heißt Kabe balah.

17) Freilich bleibt auch dann noch diese Erfenntniß, ald Begriff von dem zu Begreifenden, nämlich der Wes *fenheit Gottes, noch weiter entfernt, als der Himmel von der Erde; aber dennoch ist ein großer Unterschied swischen der Erfenntniß Gottes durch die Philofophie, und jene durch die Kabbalah. Dieser Unterschied gleid)t ungefähr jenem , zwischen dem gaffenden Pöbel und der Bewunderung eines Künstlers bei dem Anblicke eines Kunstwertes. Der Pöbel ahnt zwar aber sehr dunkel, daß etwas Großes, Schönes, Erhabenes in diesem Kunstwerte liegt: der Künstler hingegen ist fid) deutlich bes wußt, worin eigentiich das Große, Schöne und Erba. bene in diesemut Kunstwerfe bestehet , und zugleich mit welcher Sunjt und Weisheit der Meister dieses Alles

hineingelegt hat. Der Pöbel wird dieses Kunstwerk anje staunen, sich darüber per w undern, und es für über. n.enschlich halten; der Künstler aber wird es bloß bę wundern, das heißt; er wird an dem gerathenen Kunstwerke selbst Vergnügen, und zugleich über die Weisheit des Künstlers und seinen ausharrenden Fleiß für überwindung aller Schwierigkeiten sich freuen, wie er, obgleich auf menschliche Weise, dieses Alles hinein, zulegen, und so anschaulich darzustellen gepußt habe, Daher halt der Pöbel alles außerordentliche für Wun. der und übernatürlich, wo der Weise nur den Gang der Natur siehet, und sich fowohl feines eigenen Geistes, der dieses -erspähet, als des Geistes des Künstlers, der das Kunstwerk so vortrefflich hervorzubringen gewußt hat, er: freuet, und empfindet daher ein zweifaches Pergruigen,

18) Diefes alles wird noch begreiflicher, dem Hero sen des Meuschen von Gefühl angenehmer, und auf feinen Willen einwirkender, wenn man bedenkt, daß die Bestimmung des Menschen fen , sich der Gottheit zu nå. hern; daß der Zweck der Gottheit bei der Schöpfung war, den Menschen, als das vorzüglichste Erdengeschöpf, durch Erkenntniß seiner Herrlichkeit mittelst Bernunft und' Offenbarung zu beglúden; daß nicht, wie man geo wöhnlich wähnt, der Mensch sich dem objektiven Begriffe von Gott nahet, die Subjektivität Gottes hingegen un. beweglich bleibt : sondern daß vielmehr Gott selbst sich. dem Menschen nähert, und so zu sagen ihm entgegen kommt, und sich ihm in dem Berhältnisse begreifbar macht, als der Mensd) den ernsten Willen hat, und

hårigkeit zeigt, ihn begreifen zu wollen; daß Gott wünscht, von ihm begriffen zu seyn, und daß das Pers langen des Menschen, ihu gu begreifen, in Gott eine Concentrirung bewirkt, weil fonst das Unendliche und

Unbegreifliche ber Gottheit in ihrer unbegränzter Bolle tommenheit, dem endlichen und mehrseitiger Beschrán. Yung unterstehenden Verstande feinebivegg begreiflich wer. den konnte.' Daher fagt auch die göttliche Weisheit (Opt. 8, 17): „Ich liebe meine Freunde; nur die mich suchen, werden mich finden.

19) Man kann von Gott nichts begreifen, und das her ihn nicht lieben, ohne etras Göttliches in sich zu Haben. Gott wirkt also in dem Menschen, und bildet sich in ihni, um von ihm begriffen zu werden. Wahrs lich! Der Glaube an dem, daß die Geheimnisse in der Ehora und Kabbalah, und durch fie Gott felbst fich dem ihn begreifen Wollenden, in dem progressiven Verhåll. nisse náhereals seine Begierde und fein thâtiges Ötreben sie zu tennen sich vermehrt; daß je mehr der Mensch von feinem Äußern sich losmacht, um ro mehr auch in sei: nem Junern die Begriffe von Gott fich enthüllen, auf: tlåren, verdeutlichen , und aufort lichter werden, ist für einen wahren Weisen ein unentbehrliches Bedingniß, und man fönnte sagen, die Conditio sine qua non. Nach dem Wunsche des Geistes, nach dem Wollen des Hers gens fich Gott begreifbar vorzustellen, modificirt sid) Gott mittelst des in dein Menschen liegenden göttlichen Funfen?, und in dem Verháltuisse der Begierde des Menschen und leis ner Kraftanstrengung, Gott ju kennen, formirt und bila det Gott die Begriffe von sich in ihm. Daher fagt auch der Prophet (Hofea$ 12, 11): „Ich stelle den Prophe. ten mich bildlich dar. * Das heißt: Nach ihrer Seelenmodification, nach ihren vorher sich eigen gemachten Be. griffen von mir bilde,x forme und modificire ich mich in itnen. Darum faben auch diese Gottesmanner die Gott. heit in fo verschiedenen Gestalten. Dem Moses erschien Haid Feuer (2. M. 3, 2), Ezechiel alb Mensdy (1,26),

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Daniel als Greis (7, 22) u. f. 'w. Jeder fab ihn nach dem Grad, als die Vorbegriffe von seiner Wefenheit fide in ihm bereits gestaltet hatten. Wil hingegen der Mensch Gott außer Gott, d. 6. ohne daß Gott sich ihm, in fei. ne Begriffe hineinformt, bloß durch sein fpeculirendes Bernúnsteln begreifen, fo strebt er nach einer platten Ilnmöglichfeit, hascht nach einem Phantom, und gleicht einem Kinde, das nach seinem Bilde im Spiegel greift. Daher sagt auch der Prophet (IF. 40, 8): „ 3u wem wollt ihr mich vergleichen ? * Das heißt: Bu welchem bes reits von euch begriffenen Gegenstande wollt ihr mit eu. rer furzsichtigen, in Zeit und Raum endlich beschräuften Vernunft, das über Zeit und Kaum unendlich eiro habene Wesen vergleichen, um dadurch von mir einen wahren Begriff zu bekommen? Da aber Gott den noch von dem Menschen begriffen feyn will, so bildete er sich in Sephiroth und Bekleidungeu gleichsam anthro. popatisch ab *), damit die Menschen nach ihrer Art eis nen Begriff von ihm befonimen konnten.

20) Da Menschen bei aller göttlichen Herablassung dem Menschen doch noch immer nåber liegen, als Gott, so muß man die vorzüglidjen, in Gottes Wege wan. delnden Menschen aufsuchen, und fich folche zum Muster und Porbild nehmen. Man muß so viel als möglich trachten, sich um und in der Nähe dieser Gottesmānnet aufzuhalten, fie handeln fehen, und ihre Handlungsweise ihnen abler. uen, weil ihr Beispiel unzählig mehr als ihr mündlicher oder schriftlicher Unterricht wirken tann. Mau muß durď ihr Beispiel anfgemuntert so handeln lernen, wie 88 Menschen, vou denen Mofes (5. M. 14, 1) fagte :

( ספירות והתלבטות וכלי גוף.

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