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führen. Daher die übergroße Menge darauf Bezug fa. bender Geseße, welche selbst bis auf die geringste Klejo nigteit, weil fie zum Behufe des Góßendienstes ausge. abt wurden *). sich erstreden, und fast den dritten Theil der mofaischen Gefeße ausmachen. Doch nicht der Umns

De's einzelnen 3 fracliten mit dem Einzelnen einer andern Glaubendgenossenschaft war verboten. Jeracliten dürften ins Audland' reifen, so wie Ausländer in das Pand der Juden tommen, und selbst da wohnen, wenn fle fich bequemiten, ihren Gößendienst nicht öffentlich aus, zuüben, und waren keineswegs gezwungen, den Mosaiß. mus in seiner Gänze anzunehmen. allein Bündnisse der gangen israelitischen Nation wurden den 38raeliten, aber alich dieß nur mit Beschränkung auf die fie damals um. attenden": sieben fanaanitischen Bölferschaften untersagt, weil Ser Gottesdienst dieser Wölferschaften vorzüglich mit

dham, und ruchlofen Handlungen, als Opferung der Unschuld, Verbrennen der Kinder, also mit Gebrauchen, welche die Bottheit und die Menschheit berabwürdigten, verbunden war. Dieses aber kann man fo wenig Harte aennen, als man einen' Pater bart nennen kann, der seie arm Sohne den Umgang mit einem falschen Freunde uno tersagt, der ibni unfehlbar in seine Verdorbenheit mit fich ziehen wurde. Auch hat der Erfolg die Nothwen, digkeit dieses Gefeßes durch die traurige Erfahrung -bes währt, daß die Nation durch die Nichtbefolgung dessels

218 3. B. das Verbot, Kleider aus leinen und Mode zusammengewebt zu tragen (3, P. 19, 19); die Eden der Kopf- und Barthaare nicht abzuschneiden (3. M. 19, 27); das Zudeden des Bluts einiger Thiergattuns gen (3. M. 171 3). Man Fehe hierüber Noré n és bo d im 3. Ihl. So 39. und 45, dann - Berodot lib. ul. . 8. und Didactio mofaifoit Redt 9. 13. 115.

ben in dat tiefste Derderben fido gestürzt, and endlid den Fall ihres Staates unvermeidlid nade fide gezogen bat.

218 Senner det menschlichen Herzend und im Bea wußtrepn, daß alzutief eingewurzelte Borurtheile und verjährte Gewohnheiten nach der Natur des Menschen sich feineswegs auf einmal aufrotten lassen, ließ er man. che der Gewohnheiten und Gebrauche, welche die Jorace liten von den Ägyptern angenommen hatten, theils un. berührt, theils suchte er sie so unschädlich als möglide zu machen *), oder gebrauchte fie gar als Vehitel in

Wir wollen hier aus mehreren nur das einzige Beispiel von der Ehescheidung anführen, von der wir bei den Patriarchen tein einziges Beispiel finden, und daher bel den fraeliten ein später von den Ägyptern angenome mener Gebrauch war. Mores fagte (1. M. 2, 24):

Darum (weil Gott die Ehe felbst eingerißt hat) vero läßt ein Mann seinen Vater uiid seine Mutter, und hangt seinein Weibe an. " Hier tann es keineswegs ein ausdrücklicher Befehl fenn, daß, wenn jemand in den Ehestand tritt, er seine Eltern verlassen müsse: weil es nicht nur wider die von der Natur eingepflanzte

liebe der Kinder gegen ihre Eltern, die keineswegs mit | ihrem Eintritte in den bestand verlischt, sondern auch mit dein mehrmaligen ausdrüdlichen mosaischen Gebote von liebe und Ehrfurcht der Kinder gegen ihre Eltern, die er weder auf Zeit noch Umstände beidrānkt, in of: fenbarer Collision wäre. Dieser Zusaß will nichts an. ders fagen, als , obgleich es schon ein Werbrechen rep Vater und Mutter zu verlassen, so ist es ein noch grö. Beres Verbrechen, seine Ehegattinn ju perlassen. aber der eingeführte Gebrauch, die Weiber zu teufen, und sie nach Belieben zu entlassen, damals nicht ganz gbgeschafft werden konnte, ohne größere und vielfältigere übel nach sich zu ziehen, po ließ Moses es bei dein eins geführten Gebrauche der Ehescheidang zwar berenden, fubte aber zugleid die anzu widtührlichen, leichtsinnt. gen, und in der often aufwalang Dis Zorns entfeher.

einem Hauptsweđe, námlich den Glauben an die Ein. beit Gottes und die Entfernung von dem folytbeis. mus, als j. B. die Opfer. Da man ju diefen - Zeiten einen Gottesdienst ohne Opfer, so wenig als jeßt ohne Gebete. vorstellen konnte, Tchaffte Moses die Opfer nicht geradezu :aby sondern befahl (3. M. 17, 3–5): Wenn jemand opfern sollte ops 2, fo darf es nicht, wie bei den Heiden, an jedem beliebigen Orte und nach jes der gefälligen Weise ), sondern bloß in der Stifts.

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den Trennungen der Ehe möglichst zu erschweren. So 3. B. mußte die Scheidung vor Gericht vor sich gegen, wo sicher die Richter vorher nichto universucht lieben : um die Ausfónnung dieses Ehepaars zu berpirken ; dann mufte der Scheidebrief geschrieben, und vielleicht nad der wörtlichen Überseßung von 775 and1 (3. M. 24, 1) pon dem Manne' eigenhändig geiðrieben werden,

*welches in den damaligen Zeiten ; wo das Schreiben *** nicht so allgemein war, wie jekt, ohne Verzögerung

und Dazwischenkunft mehrerer Personen nicht geschehen
tonnte, so brachten diese Verzögerungen und ilmitände ficher
manchen übereilten Ehemann wieder zur gehörigen Be:
finnung. Uuch. mußte der Scheidebrief nach dem Worts
finne der oben angeführten Schriftstelle 777'2 1031, qui
der Hand des Mannes' unmittelbar in die Hand det
Weibes gegeben werden. Dieses lette Beifemmensen
der sich trennen wollenden Eheleute hat sicher oft man:
che rührende Scene herbeigeführt, das Gefühl der etwa
erloschenen liebe und treuer Anhänglichkeit vom
erregt, und wiedervereinigung zu Stande gebracht, 2016
aber diese wiütührliche Scheidungen oder vielmehr Vers
ftoßungen der Weiber in den folgeriden 3eiten bei der
Israeliten' wider den Willen des Geseßgebers fich den.
noch häuften, gaben die spätern Propheten Micha (2, 9)
und Malady (; 7) ihnen die nachdrücklichten Ders
Weise hierüber, und nannten diesen Mißbrauch hart,
grausam und tyrannid.
Welche oft" die grausamsten waren, 218 & B. Menidens
opfer, oder fic riffeden Opferibiere "lebendig mot

neuent

bútte und nach vorgeschriebener Art geschehen, damit fie, wie er sich 3.9N, 17. 7) ausdrúdt, ihr Odladet vich nicht den Waldteufelní opfern mógeno '*).

Sehr viele und fast der größte Sheil der mosaischen Gefese baben bloß auf den Bau der Stiftshütte und ihre nnere und auß ere Einrichtung; auf die Ceremonien bei den Opfern, auf vriesterliche Functionen und Kleidungen während derfelben, so wie auf den levitifdyen Tempel. dienst Bezug. Viele derselben beziehen sich auf das Elia ma, in welchem das Gefeß gegeben, und auf jenco, wo

Herz aus dem Leibe. Auch tranken te bäufig das Blut der Opferthiere. welches oft den Tod nach rich 30g, und von welchein Mißbrauche der griechische Feldherr Ibs mist'o e leo ein belehrendes Beispiel gibt. S. Valen

rius Maximus Lib. V. Cap. 6. *). Man fehe hierüber More.'ne budim (3. 56).

So wahr es iit, daß die Opfer veridiedene Zwede Bate ten - fot. B. hatten die Frieden und Freudenopfer; ibelche die Opfernden, mit Ausnahme der 26gabe an die Priester, gang verzehrt, und wofu Säfte. geladen wurden, den Zwed, das gesellschaftliche Beben zu beo fördern ; die Sühnopfer , wovon der Opfernde nichto gee nof, dienten theilt, wie jede öffentliche Kirchenbuße, jur Beschämung des Sünders, weil er durch das Dare bringen eines folihen Sündenppfers rich gleidram öffento lica antlagte, eine Sünde begangen zu haben, und bet sonders da er nach dem Gesete (3. M. 5, 5) zugleich seine Sünde wahrscheinlich entweder öffentlich, oder auf dat wenigste dem Priester bekennen mußte, und man. cher durch diese Prostitution von Sinden zurüdgehalten wurde' ; To wahr ist es auch, daß die Opfer' keinese wegs Hauptzweck waren, das heißt, daß sie, wie meho rere Israeliten in den spätern citen wähnten, Gott um ihrer selbst willert, auch ohne Boserung' dell' Wan. dels angenehm wären. Dieses beweisen unzählige Stele len in der Prophcten , morin file wider diesem, der wahren Religion, boh pehädlichen Bahn mit Rachdrud eiferter.

Die 38raeliten zunächst hinzulommen bestimmt waren; alo 8. B. die Reinigungsgelebe und das háufige Baden, welches in diesem warmen Erdstriche der @anitåt wegen unumgänglich nothwendig war; fo. wie auch jene, welche den Auslaß uberhaupt und den in den Häusern und in den Kleidern besonders betreffend; dann mehrere bloß locale Polizeigefaße *). Bringt man nun jene in 216. (mlag, welche auf unsere Zeit uud- unsere Gegenden, so wie auf das Berhältniß der ifraelitischen Nation, in der fie feit ihrer Bertreuung lebt, nicht passen, und auch für diese Umståride nicht gegeben werden konnten, und das ber in diesem Bezuge auch nicht gegeben waren; und ninimt man nur jene für die Gegenwart als verpflichtend an, welche in den mosaischen Schriften für alle Zeiten und unter allen Ferhältnissen als verpflichtend angeges ben sind, so muß wahrlich die noch für die gegen war. tige Zeiten und Umständen verpflichtende rein mosaische Religion mit Beseitigung der späteren Zusaße in einem ganz anderen lidre erscheinen, als mancher , Ten eß vom Vorurtheile geblendet, sen es aus Gehässigkeit oder Uns Land befangen, wähnen mag.

Was aber das Wesentliche und ewig Unabánderliche in der "niosaischen Religion ist; was nach Zeit und l'm

*) 218 um unter mehreren nur ein Beispiel anzuführen,

das Gefeß (5. M. 23, 8), um das Dach ein Gelän. der ju madjen, welches nur auf jene Gegenden Bezug haben kann, in denen, weil des Regens daselbst wenig if, die Dächer flach ind, und zu verschiedenen Verrich: fangen dienen (Jofua 2,6; 2. Sam., '11, 2); nicht To aber, wo der Fäufigen Regens wegen den D4 chern aum Ablauf des Wassers die Form einer schiefert fläche gegeben werden muß, daher auch die Mensorn sehr fels ter darauf erfoheinen, um eines 25pucg zu Beforger,

9. also bat berelle fich *** Peibt besest.

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