Ludwig Tieck's Schriften, Volume 5

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G. Reimer, 1828
 

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Page 373 - Man träumt oft auf ähnliche Weise, und es ist erschrecklich; auch manche Gedanken spinnen und spinnen sich auf solche Art immer weiter und weiter ins Innere hinein. Beides ist auch, um toll zu werden.
Page 319 - Ja sonst waren noch gute Zeiten, da wurde kaum ein Stück gegeben, in welchem nicht ein Wirtshaus mit seinem Wirte vorkam. Ich weiß es noch, in wie vielen hundert Stücken bei mir in dieser Stube hier die schönste Entwickelung vorbereitet wurde. Bald war es ein verkleideter Fürst, der hier sein Geld verzehrte, bald ein Minister, oder wenigstens ein reicher Graf, die sich alle bei mir aufs Lauern legten. Ja sogar in allen Sachen, die aus dem Englischen übersetzt wurden, hatte ich meinen Taler...
Page 277 - Ich hatte den Versuch gemacht, Sie alle in die entfernten Empfindungen Ihrer Kinderjahre zurückzuversetzen, daß Sie so das dargestellte Märchen empfunden hätten, ohne es doch für etwas Wichtigeres zu halten, als es sein sollte.
Page 72 - teuerste Rätin, was haben Sie gegen meinen ehrlichen Namen ? - Vielleicht führte ich sonst einen ändern, aber das ist lange her, und mir geht es so wie dem Ratgeber in Tiecks Blaubart, der da sagt: ,Ich hatte sonst einmal einen ganz vortrefflichen Namen, durch die Länge der Zeit hab ich ihn fast vergessen, ich kann mich nur noch dunkel daran erinnern.
Page 38 - Und ach l sie verwelken. Der Baum steht entlaubt; Der Frühling, er scheidet, Macht Winter zum Herrn, Die Liebe vermeidet Und fliehet so fern. — Verworrenes Leben, Was ist dir gegeben? — Erinnern und Hoffen Zur Qual und zur Lust — Ach! ihnen bleibt offen Die zitternde Brust.
Page 165 - Herr Müller, was sagen Sie zu dem heutigen Stücke? MÜLLER: Ich hätte mir eher des Himmels Einfall vermutet, als ein solches Stück auf unserm großen Theater zu sehn auf unserm National-Theater ! Ei!
Page 200 - Mir gefällt jetzt das Stück. NACHBAR: Sehr hübsch, in der Tat hübsch; ein großer Mann, der Dichter - hat die Zauberflöte gut nachgeahmt. WIESENER: Die Husaren gefielen mir besonders; es sind die Leute selten so dreist, Pferde aufs Theater zu bringen - und warum nicht? Sie haben oft mehr Verstand als die Menschen. Ich mag lieber ein gutes Pferd sehn, als so manchen Menschen in den neueren Stücken.
Page 466 - In jenen Schauspielen, die Flecks Sinne zusagten, stoß ihm der ganze Strom der hellsten und edelsten Poesie entgegen, umfing und trug ihn in das Land der Wunder, als Vision trat alles auf ihn zu, und diese Poesie und Begeisterung schufen, ihn tief bewegend, durch ihn so große und erhabene Dinge, wie wir schwerlich je wieder sehen werden. Hauptsächlich spreche ich hier von seiner früheren Zeit, denn so groß er bis zum Tod« blieb, mußte doch späterhin vieles von diesem idealischen Glänze verloren...
Page 129 - Jahreszeit traf sich's immer, daß der Vater sich den ganzen Tag im Hause eingeschlossen hielt, und dann hörten die Kinder ein seltsames Rumoren um das Haus herum, ein Winseln und Jauchzen, in Summa: ein Gelärm wie vom leibhaftigen Satanas.
Page 17 - Krieg ist ein gefährliches Spiel; ich kann schon das bloße Wort nicht leiden; glaubt mir, es liest sich besser davon in Büchern, als dort im Felde zu stehn und zu passen und zu passen, — und wenn man nun in der Hinterhand sitzt und der Feind bekömmt die Matadore!

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