F. v. Schillers Sämmtliche Werke: Wilhelm Tell. Der Neffe als Onkel, Volume 9

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im Büreau der deutschen Classiker, 1826 - 252 pages
 

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Page 49 - Vaterland, ans teure, schließ dich an, Das halte fest mit deinem ganzen Herzen. Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft, Dort in der fremden Welt stehst du allein, Ein schwankes Rohr, das jeder Sturm zerknickt.
Page 130 - Mein teures Kleinod jetzt, mein höchster Schatz Ein Ziel will ich dir geben, das bis jetzt Der frommen Bitte undurchdringlich war Doch dir soll es nicht widerstehn - Und du, Vertraute Bogensehne, die so oft Mir treu gedient hat in der Freude Spielen, Verlass mich nicht im fürchterlichen Ernst. Nur jetzt noch halte fest, du treuer Strang, Der mir so oft den herben Pfeil beflügelt Entränn er jetzo kraftlos meinen Händen, Ich habe keinen zweiten zu versenden.
Page 4 - Felsen): (Zweite Variation) Es donnern die Höhen, es zittert der Steg, Nicht grauet dem Schützen auf schwindlichtem Weg Er schreitet verwegen Auf Feldern von Eis; Da pranget kein Frühling, Da grünet kein Reis; Und unter den Füßen ein neblichtes Meer, Erkennt er die Städte der Menschen nicht mehr Durch den Riß nur der Wolken Erblickt er die Welt, Tief unter den Wassern Das grünende Feld.
Page 4 - Wie Stimmen der Engel Im Paradies. Und wie er erwachet in seliger Lust, Da spülen die Wasser ihm um die Brust, Und es ruft aus den Tiefen: Lieb Knabe, bist mein! Ich locke den Schläfer, Ich zieh ihn herein.
Page 130 - Anzog - als mir die Hand erzitterte Als du mit grausam teufelischer Lust Mich zwangst, aufs Haupt des Kindes anzulegen Als ich ohnmächtig flehend rang vor dir, Damals gelobt ich mir in meinem Innern Mit furchtbarm Eidschwur, den nur Gott gehört, Daß meines nächsten Schusses erstes Ziel Dein Herz sein sollte. - Was ich mir gelobt In jenes Augenblickes Höllenqualen, Ist eine heilge Schuld - ich will sie zahlen.
Page 76 - Zum Hirten hat Natur mich nicht gebildet, Rastlos muß ich ein flüchtig Ziel verfolgen, Dann erst genieß ich meines Lebens recht, Wenn ich mirs jeden Tag aufs neu erbeute.
Page 144 - Rasch tritt der Tod den Menschen an, Es ist ihm keine Frist gegeben, Es stürzt ihn mitten in der Bahn, Es reißt ihn fort vom vollen Leben, Bereitet oder nicht, zu gehen, Er muß vor seinen Richter stehen!
Page 129 - Drachengift hast du Die Milch der frommen Denkart mir verwandelt, Zum Ungeheuren hast du mich gewöhnt — Wer sich des Kindes Haupt zum Ziele setzte, Der kann auch treffen in das Herz des Feinds. Die armen Kindlein, die unschuldigen, Das treue Weib muß ich vor deiner Wut Beschützen, Landvogt - Da, als ich den Bogenstrang Anzog - als mir die Hand erzitterte Als du mit grausam teufelischer Lust Mich zwangst, aufs Haupt des Kindes anzulegen Als ich ohnmächtig flehend rang vor dir, Damals gelobt...
Page 73 - Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. (Wie oben.) — Wir wollen trauen auf den höchsten Gott Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
Page 75 - Mit dem Pfeil, dem Bogen, Durch Gebirg und Tal Kommt der Schütz gezogen Früh am Morgenstrahl. Wie im Reich der Lüfte König ist der Weih Durch Gebirg und Klüfte Herrscht der Schütze frei.

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